Andrea Bethge, Marion Donath-Frense, Ute Geiling,
Martina Hehn-Oldiges, Susanne Schnepel, Christin Tellisch
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- Tabellarische Stufenmodelle
3.1: Stufenmodell zum Teilbereich: Zahl und Operation
3.2: Größen und Messen
3.3: Raum und Form
3.4: Daten und Zufall
3.5: Strukturen und funktionaler Zusammenhang - Führerscheine für die Hand der Kinder
- Exemplarische Entwürfe für das Lernen am gemeinsamen Gegenstand
- Entwürfe für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder
- Kommentierter Überblick über Stufenmodelle
7.1: Basaler Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
7.2: Elementarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
7.3: Primarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
7.4: Sekundarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
7.5: Weitere Stufenmodelle - Literaturverzeichnis
1. Abkürzungsverzeichnis
ebd. = ebenda
KMK = Kultusministerkonferenz
ReMi = Reckahner Modelle zur inklusiven Unterrichtsplanung
vgl. = vergleiche
2. Einleitung
Der Lernbereich Mathematik umfasst Schwerpunkte grundlegender Bildung, die für alle Lernenden von zentraler Bedeutung sind. Laut KMK (2022) wird mathematische Bildung eingeteilt in fünf Teilbereiche:
- Zahl und Operation
- Größen und Messen
- Daten und Zufall
- Raum und Form
- Muster, Strukturen und funktionale Zusammenhänge
In inklusiven Schulen findet Lernen in heterogenen Lerngruppen statt. Daraus folgt, dass Lehrkräfte die Lernausgangslagen der einzelnen Schülerinnen und Schüler erkunden und dazu passende individuelle Lernanbausteine anbieten. So soll ermöglicht werden, dass jedes Kind und jeder Jugendliche in eigener Geschwindigkeit lernen kann. Erprobte didaktische Arbeitsweisen dazu sind unter anderem Freiarbeit, Lernbüroarbeit, Projektarbeit und das Differenzierte Lernen am gemeinsamen Gegenstand. Zugleich wird die Klassengemeinschaft gepflegt.
Im Rahmen der Projekts REMI (Reckahner Modelle zur inklusiven Unterrichtsplanung) werden Hilfsmittel für inklusiven Unterricht bereitgestellt. Sie umfassen folgende Dokumente: Die Beschreibung des REMI-Mathematik-Modells in dieser Einleitung, die Mathematik Stufenmodelle in Tabellenform, Führerscheine für die Hand der Kinder, exemplarische Entwürfe für das Lernen am gemeinsamen Gegenstand, Entwürfe für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder und Jugendlichen, einen kommentierten Überblick über die REMI-Zugänge zum basalen, elementaren, primaren und sekundaren mathematischen Lernen sowie über weitere Stufenmodelle. Abschließend folgt ein Literaturverzeichnis.
Stufenmodelle
Als für inklusiven Unterricht zentrales Hilfsmittel werden im REMI-Projekt fachdidaktische Stufenmodelle zur Verfügung gestellt, die alle Lernausgangslagen bis hin zum Mittleren Bildungsabschluss umfassen. Die tabellarischen Stufenmodelle beziehen sich darum auf basale, elementare, primare und sekundare Zugänge (siehe die ausführlichen Ausführungen dazu in Kapitel 7. dieses Textes zu REMI-Mathematik). Sie dienen dazu, in inklusiven Klassen die individuell äußerst heterogenen Lernausgangslagen zu erkennen, zu benennen und jeweils dazu passende individuelle mathematische Lernmaterialien anzubieten.
In Einklang mit diesem Ziel ist das vorliegende Kompetenzstufenmodell (siehe Kapitel 3) in drei Spalten untergliedert. Diese enthalten die Beschreibung der Kompetenzstufe in Erwachsenensprache, in Kindersprache und in der dritten Spalte die zu jeder Stufe passenden pädagogischen Angebote. Diese Lernbausteine dienen dazu, das Erreichte zu stabilisieren und die nächste Stufe zu erreichen.
Am linken Rand der Tabelle wird jeweils farbig angezeigt, welchem der vier Zugänge (elementar, basal, primar oder sekundar) die Kompetenzen grundsätzlich zuzuordnen sind. Damit soll erreicht werden, dass die individuellen Potenziale jedes einzelnen Kindes im differenzierenden Mathematikunterricht entdeckt und gefördert werden. Dabei gibt es auch Kompetenzen, die mehreren Zugängen zugeordnet werden z.B. elementar und primar.
Die stufenförmige Anordnung soll nicht den Anschein erwecken, dass Kompetenzen der Lernenden nacheinander strikt linear aufgebaut werden oder dass jede Stufe gleich viel Zeit und Aufwand brauchen würde. Dies würde nicht den realen Lernprozessen und der Heterogenität der Kinder entsprechen, sondern ist lediglich der übersichtlichen Abbildbarkeit geschuldet.
Das Stufenmodell kann zur Einschätzung des Kompetenzstandes von Lernenden im Fachbereich der Mathematik ausgehend von basalen Vorerfahrungen und Fähigkeiten von der basalen Entwicklung bis zu Kompetenzen für den Mittleren Abschluss genutzt werden. Diese Diagnostik kann seitens der Pädagog_innen vor allem durch alltägliche Beobachtungen und Gespräche realisiert werden. Die Ergebnisse können mithilfe der in den Spalten 1 und 2 dargelegten Formulierungen transparent gemacht werden.
Die Lernenden können sich dabei zudem durch Selbsteinschätzungen und mithilfe der aus Lernendenperspektive formulierten Aussagen im Stufenmodell (Spalte 2) einordnen, wenn ihnen diese in geeigneten Formen zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist es immer wieder wichtig, dass die Pädagog_innen frühzeitig die in einer inklusiven Klasse vorfindlichen Lernausgangslagen sondieren, dazu passende Lernangebote vorbereiten und bereitstellen.
Teilbereiche
Im Folgenden werden Stufenmodelle zu den vier Teilbereichen Zahl und Operationen, Größen und Messen, Raum und Form sowie Daten und Zufall für basale, elementare, primare und sekundare Bildungszugänge ausgeführt. Der fünfte Teilbereich, der in der Primarstufe in einigen Lehrplänen der Primarstufe Muster und Strukturen heißt, wird vom basalen bis zum primaren Lernzugang als inhaltsübergreifender Kompetenzbereich in die vier genannten Teilbereiche eingebunden. In der Auseinandersetzung mit mathematischen Mustern und Darstellungen werden mathematisch relevanten Strukturen in allen inhaltsbezogenen Teilbereichen erkundet. Lernende entdecken funktionale Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten zwischen Zahlen, Formen, Größen, die sie erkennen, beschreiben und darstellen: im Bereich Zahlen und Operationen (ZuO): Strukturen in arithmetischen Mustern (Zahldarstellungen, Zahldarstellungen, Aufgabenfolgen, Darstellungsmitteln), im Bereich Größen und Messen (GuM): Strukturen beim Lösen von Sachaufgaben usw., beim Erwerb geometrischen Grundwissens im Bereich Raum und Form (RuF), Strukturen in geometrischen Abbildungen in der Umwelt und Mustern, beim Erstellen von Übersichten im Bereich Daten und Zufall (DuZ): Lösen von einfachen kombinatorischen Fragestellungen durch systematisches Probieren und Vorgehen mit Hilfe von Abbildungen (Skizzen, Tabellen usw.) (vgl. KMK 2022, S. 13 – 18). In den Stufenmodellen wird zu Beginn des jeweiligen inhaltsbezogenen Teilbereichs auf die Bezüge zum Teilbereich Muster, Strukturen und funktionale Zusammenhänge (MSufZ) verwiesen.
Für die Sekundarstufe ist der Teilbereich Strukturen und funktionaler Zusammenhang in den Bildungsstandards als eigene Leitidee aufgeführt und funktionale Zusammenhänge sind ein wesentliches Thema in Klasse 5-10. Deshalb wurde ein Stufenmodell zum Teilbereich Strukturen und funktionaler Zusammenhang, das sich nur auf den sekundaren Zugang bezieht, entwickelt.
Basale Anfänge der mathematischen Kompetenzentwicklung
Die basalen Anfänge der Kompetenzentwicklung (basal und Übergang basal-elementar) sind in der Tabelle in Bezug auf alle Teilbereiche der Bildungsstandards identisch. Es für die Anfänge der mathematischen Bildung sinnvoll, die prozessbezogenen wie auch die inhaltsbezogenen Vorläuferfähigkeiten für den Erwerb mathematischer Kompetenzen in ihrem ganzheitlichen Zusammenwirken zu beschreiben, denn lebensproblemorientierte Alltags- und Spielhandlungen führen zu Fragestellungen und grundlegenden Erfahrungen für mathematisches Handeln mit Zahlen, Operationen, Raum, Form, Größen, Messen, Strukturen usw., die sich nur künstlich teilbereichsbezogen aufsplitten lassen. Die elementaren Zugänge werden dann bereits teilbereichsspezifisch ausdifferenziert.
Mit dem Konzept eines „anschlussfähigen Mathematikbegriffs“, das Schäfer (2020) für Lernende mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (oder mit zugeschriebener geistiger Behinderung) zur Verfügung stellt, können vorzahlige und zahlige Kompetenzen ab der basalen Stufe den Teilbereichen der Bildungsstandards zugeordnet werden. Dieses Vorgehen löst das bisherige Konzept der Notwendigkeit der Festigung pränumerischer Fähigkeiten vor dem zahligen Handeln ab und verweist auf die Notwendigkeit der Parallelität von vorzahligen und zahligen Lernprozessen für die Mathematisierung konkreter Lebensweltbezüge (Schäfer 2020, S. 14 – 31). Beispiele für relevante Vorerfahrungen für die einzelnen Kompetenzbereiche des Unterrichtsfachs Mathematik sind:
Teilbereich: Zahl und Operation (ZuO): Hier ist die grundsätzliche Fähigkeit zur Unterscheidung von Merkmalen (wie z.B. Beschaffenheit, Form, Farbe usw.) zu benennen. Sie ermöglicht es später, Mengen zu bilden (Sortieren, Klassifizieren), zu vergleichen, zu zerlegen und in Beziehung zu setzen (viel – wenig, mehr – weniger, dazu tun – wegnehmen).
Teilbereich: Größen und Messen (GuM): Als Voraussetzungen für diesen Teilbereich der Mathematik kann die Fähigkeit zur Unterscheidung von Merkmalen wie z.B. von Größe und Gewicht (leicht – schwer, voll – leer) angesehen werden sowie die Fähigkeit unterschiedliche Behältnisse zu unterscheiden.
Teilbereich: Raum und Form: (RuF) Raumerfahrungen im Nahfeld sind z.B.: sich selbst im Raum erfahren und orientieren, die Anordnung von Dingen im Raum erfahren (sie befinden sich oben – unten, vorne – hinten, innen – außen, nah – weit usw.) sowie die Unterscheidung von Merkmalen und der Gestalt der Dinge (Kugeln sind rund, rollen weg, es gibt eckige Schachteln usw.). Sie stellen vorzahlige Voraussetzungen für diesen Teilbereich dar.
Teilbereich: Muster, Strukturen und funktionaler Zusammenhang (MSufZ): Erfahrungen mit Strukturen und funktionalen Zusammenhängen werden durch das Erkennen von Gesetzmäßigkeiten in räumlichen Anordnungen gemacht (z.B. Stellen des Stuhlkreises in derselben Weise, dieselben Muster beim Tisch-Decken: Teller und Besteck anordnen).
Teilbereich: Daten und Zufall (DuZ): Regelmäßige oder ritualisierte Abläufe führen zu Erfahrungen mit Zeit und Wiederholungen (z.B. nach der Ankunft folgt eine Begrüßung, es gibt Pausen, Versorgungen wie Essen und Körperpflege finden zu bestimmten Zeiten statt), die durch Pläne, Kalender usw. abgebildet werden.
Die Ausführungen zu den Teilbereichen ab der primaren Stufe beziehen sich auf die Bildungsstandards der KMK (2022).
3. Tabellarische Stufenmodelle
Für die Darstellung im Stufenmodell der inklusiven Unterrichtsplanung ist die Einteilung der Themen in Teilbereiche sinnvoll, um die Handhabbarkeit bei der Planung und Durchführung zu gewährleisten. Zusätzlich zur Übersicht von Kriesel wurden bezogen auf die Lehrpläne ausgehend von einer Lehrplanstufe (5. Jahrgangsstufe) die Lehrpläne für Ethik aller Bundesländer genau miteinander verglichen und die vorkommenden Kompetenzen/Themen in ein Raster eingeordnet und Themenblöcke identifiziert, die bei vielen Lehrplänen vorkommen. Daraufhin wurde einerseits abgeglichen, welcher Lehrplan die meisten dieser Themen identifiziert und andererseits überprüft, welche Lehrpläne mit einem Kompetenzmodell arbeiten, das klar offengelegt und nachvollziehbar dargestellt und dem wissenschaftlichen Diskurs angemessen ist. Der Lehrplan von Thüringen erwies sich in der Verwendung des Kompetenzmodells als für die weiterführende Arbeit am besten geeignet, da dieser einigermaßen in sich konsistent aufgebaut war und gleichzeitig den wissenschaftlichen Diskurs berücksichtigt. Das Kompetenzmodell von Thüringen wurde dementsprechend zu Grunde gelegt und Ergänzungen durch die weiteren Lehrpläne und wissenschaftliche Literatur vorgenommen. So ergab sich ein Überblick über wesentliche Kompetenzen und damit verwobene Inhalte.
Die Benennung der vier Teilbereiche, nach denen die Stufenmodelle gegliedert sind, wird im Folgenden leicht adaptiert vom Thüringer Lehrplan Grundschule entnommen (so wurde im dritten Themenbereich Religion integriert und im vierten Themenbereich der Faktor Zeit), was sich inhaltlich auch mit der Übersicht der Lehrpläne für Grundschule von Kriesel deckt. Die ersten drei Teilbereiche im Bereich der Grundschule entsprechen auch der Gliederung der ersten drei Bereiche für Sek I. Auffallend ist, dass der Bereich der Grundschule „Unsere Zeit, Umwelt und Natur“ in den Themenbereichen des Sekundarbereichs 1 nicht mehr aufscheint, sondern hier als vierter Bereich „Philosophische Ethik und Angewandte Ethik“ gesetzt ist. Im Sinne der aufbauenden Kompetenzen wird im Folgenden der vierte Themenbereich „Unsere Zeit, Umwelt und Natur“ auch für den Sekundarstufenbereich 1 fortgeführt und die „Philosophische Ethik und Angewandte Ethik“ in die vier Teilbereiche integriert.
Folgende Teilbereiche liegen dem folgenden Stufenmodell zugrunde:
- Lernende in Individualität und Persönlichkeitsentwicklung (Ich – Was ist der Mensch?)
- Lernende in sozialen Beziehungen (Ich und Wir – Was soll ich tun?)
- Lernende im Verhältnis zu Kulturen, Religionen und Weltanschauungen (Wir und die Anderen – Was darf ich hoffen?)
- Lernende im Verhältnis zur Umwelt und Zeit (Die Welt und ich – Was kann ich wissen?)
Wesentliche Kompetenzen und damit verschränkte Inhalte werden (großteils adaptiert) vom Thüringer Bildungsplan für Grund-, Haupt- und Realschule übernommen und den vier Themenbereichen zugeordnet. Darüber hinaus wurden innerhalb der jeweiligen Themenbereiche die Kompetenzen und Inhalte gebündelt und diesen den dazu passenden thematischen Überschriften zugeordnet.
Auch wenn sich die Grundstruktur des Thüringer Bildungsplans für Ethik als hilfreich erwies, sind viele Kompetenzen nicht in sich konsistent aufgebaut, die Themen wirken teilweise zufällig gesetzt. So wurden, nachdem der gesamte Thüringer Bildungsplan geclustert, Themenbereiche gebildet, um so eine erste Übersicht und Grundlage geschaffen wurde, im Abgleich mit weiteren Lehrplänen und theoretischen Ausarbeitungen (vgl. Roew/Kriesel 2017), entwicklungspsychologischen Erkenntnissen (u.a. Kohlberg 1995, Oser & Gmünder 1996, Erikson 1973, Fowler 2000, Heckhausen/Heckhausen 2010, Roth 2011) die Stufen weiter vertieft und adaptiert. Einzelne Themen wurden dadurch gestärkt, andere wurden entfernt, Kompetenzen näher ausdifferenziert und fehlende Schritte ergänzt. Die nun vorliegenden Teilbereiche wurden ausgehend von den Zielsetzungen und zu erwerbenden Kompetenzen im Ethikunterricht als geeignet erachtet, die Kompetenzen zu entwickeln, die für einen erfolgreichen Abschluss der Sek I notwendig sin.
Folgende Teilbereiche werden im Stufenmodell unter Berücksichtigung basaler, elementarer, primarer und sekundarer Zugänge beleuchtet:
Teilbereich A: Lernende in Individualität und Persönlichkeitsentwicklung
Übergeordnete Kompetenz: Lernende setzen sich mit eigenen Einstellungen und Handlungen auseinander und reflektieren, welche Handlungen sich moralisch rechtfertigen lassen.
- Eigene Eigenschaften und Fähigkeiten einschätzen
- Umgang mit Gefühlen
- Umgang mit Wünschen
- Wahrnehmung und Vorurteile
- Auseinandersetzung mit Leben und Tod
- Auseinandersetzung mit Freiheit und Abhängigkeit
- Gewissensbildung
- Gesundheit – Selbstsorge
- Mediengebrauch
- Informationsgewinn
Die zugehörigen Tabellen zu Teilbereich A finden Sie unter Punkt 3
Teilbereich B: Lernende in sozialen Beziehungen
Übergeordnete Kompetenz: Lernende reflektieren die Notwendigkeit des respektvollen Miteinanders und setzen sich mit den Menschenrechten als Grundlage des Werte- und Normensystems auseinander.
- Menschenwürde – Menschenrechte – Kinderrechte
- Freundschaften
- Zusammenleben in Gemeinschaften
- Regeln des Zusammenlebens
- Respektvoller Umgang miteinander
- Umgang mit Konflikten
- Reflexion von Glück und Sinn
- Reflexion über Liebe
- Auseinandersetzung mit Gerechtigkeit
- Entscheidungen bei ethisch schwierigen Fragen
- Kommunikation
Die zugehörigen Tabellen zu Teilbereich B finden Sie unter Punkt 3
Teilbereich C: Lernende im Verhältnis zu Kulturen und Religionen
Übergeordnete Kompetenz: In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Religionen und Kulturen respektieren die Lernenden religiöse, kulturelle und weltanschauliche Vielfalt und reflektieren ihre eigenen Werte.
- Feste
- Unterschiedliche Religionen – Christentum
- Unterschiedliche Religionen – Judentum
- Unterschiedliche Religionen – Islam
- Weitere Religionen
- Religiöse und kulturelle Vielfalt
- Wertvorstellungen begründen
Die zugehörigen Tabellen zu Teilbereich C finden Sie unter Punkt 3
Teilbereich D: Lernende in ihrem Verhältnis zur Umwelt und Zeit
Übergeordnete Kompetenz: In der Auseinandersetzung und in der Reflexion eigener Erfahrungen erkennen Lernende die Verantwortung des Menschen für die Natur und die Mitwelt und leiten daraus eigene Verhaltensregeln ab.
- Umgang mit Natur
- Umwelt- und Klimaschutz
- Umgang mit Technik
- Umgang mit Zeit
Die zugehörigen Tabellen zu Teilbereich D finden Sie unter Punkt 3
Wenn die Stufenmodelle auch unterschiedliche Kompetenzstufen abbilden und als lineare Abfolge dargestellt sind, können die einzelnen Schritte parallel ablaufen bzw. sich je nach Kind in der Reihenfolge verschieben.
Einige der benannten Kompetenzen sind nicht ausschließlich im Ethikunterricht, sondern auch in anderen Fächern zu bearbeiten. – Häufig gibt es auch Überschneidungen zu anderen Themenbereichen (bspw. Biologie, politische Bildung, Religion etc.)
Insbesondere bei Themen, bei denen Kinder und Jugendliche aufgefordert werden, ethische Themen auf ihr eigenes Leben hin zu reflektieren, ist besondere pädagogische Sensibilität gefragt. Bei allen Themen, aber hier in Besonderem, gilt, dass es stets freiwillig bleiben muss, was davon im Unterrichtsgeschehen mitgeteilt wird.
Grundlage für das Unterrichtsfach sind die Menschenrechte. Wenn diese nun detailliert als ein Themenbereich näher entfaltet werden, sind diese zugleich die normative Grundlage für die Bearbeitung der unterschiedlichen Themenbereiche.
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Stufenmodelle
Mathematik
3. Tabellarische Stufenmodelle
Tabelle 3.1 Stufenmodell zum Teilbereich: Zahl und Operation
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Tabelle 3.2: Größen und Messen
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Tabelle 3.3: Raum und Form
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Tabelle 3.4: Daten und Zufall
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Tabelle 3.5: Strukturen und funktionaler Zusammenhang
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
4. Führerscheine für die Hand der Kinder
Durch die Arbeit mit Führerscheinen erhalten sowohl die Lernenden als auch die Lehrkräfte einen Überblick darüber, inwieweit Kompetenzen erreicht wurden. Die Führerscheine schaffen Transparenz über Lernziele und können aufgrund des überschaubaren Umfangs und spielerischer Formate die Motivation fördern und Selbstwirksamkeit stärken. Zugleich können sie der Dokumentation von Lernschritten dienen und zum Üben anregen. Nachfolgend werden zwei Führerscheine vorgestellt. Der erste Führerschein ist für die Grundrechnungen der Multiplikation, d.h. das kleine Einmaleins, gedacht. Er ist in der primaren Entwicklungsstufe einsatzfähig. Der zweite Führerschein ist der Lineal-Führerschein und ebenfalls auf der primaren Entwicklungsstufe anzuwenden. Diese Einblicke sind exemplarisch zu verstehen und in verschiedenen Formen adaptierbar.
Einmaleins Führerschein Download als PDF

Lineal Führerschein Download als PDF

5. Exemplarische Entwürfe für das Lernen am gemeinsamen Gegenstand
Der Ansatz des Lernens am gemeinsamen Gegenstand geht u.a. auf ein Konzept von Feuser (1989) sowie auf Traditionen des Epochen- und Projektunterrichts zurück. Dahinter steht die Idee, dass alle Kinder gemeinsam zu einem Rahmenthema – dem Unterrichtsgegenstand – im lernen. Dabei können das Herangehen, die Aufgabe, die Prozessgestaltung und die Ergebnisse zwischen den Lernenden variieren. Bei der Unterrichtsplanung werden die individuellen Lernvoraussetzungen, der Lerngegenstand und die Aneignungsniveaus berücksichtigt. Mit diesem Ansatz des Lernens am gemeinsamen Gegenstand können Individualisierung, Differenzierung und die Festlegung von individuellen Lernzielen in heterogenen Lerngruppen umgesetzt werden und zugleich ist die Kooperation am gemeinsamen Gegenstand möglich.
Nachfolgend sollen zwei Beispiele einen Einblick in die Arbeit am gemeinsamen Gegenstand bieten. Vorgestellt werden a) das fächerübergreifende Apfelprojekt und b) die mathematische Lernumgebung zum Zählen und Bündeln.
a) Das fächerübergreifende Apfelprojekt mit den mathematischen Schwerpunkten „Zählen,“ (Zahl und Operation), „Formen und Muster legen, Dinge bauen“ (Raum und Form), „Verhältnisse und Vermutungen“ (Daten und Zufall) und „Wiegen und Vergleichen“ (Größen und Messen)
Im fächerübergreifenden Apfelprojekt können mathematische Zusammenhänge am Beispiel der Apfelernte fokussiert werden, so dass die Lernenden auf unterschiedlichen Niveaus gemeinsam ihre mathematischen Kompetenzen erweitern und vertiefen können. Gleichzeitig lernen sie alltagsbezogen die Ernte, Verarbeitung und den Umgang mit Äpfeln kennen und erleben dies selbst.
Bei der Planung der Lernumgebung berücksichtigen die Lehrkräfte zum einen die individuellen Entwicklungsniveaus und Lernzugänge und zum anderen die Struktur der Lerninhalte und deren Bedeutung für die Lernenden. Die Umsetzung erfolgt auf einem Erntehof für Äpfel. Die Lehrkräfte stellen verschiedene Materialien wie Körbe, Waagen, Säcke, Farben, Wasser, eine Presse, Eimer und ähnliches zur Verfügung. Den individuellen Lernständen entsprechend bereiten die Lehrkräfte Aufgaben(karten) und Stationen vor. Dabei sollten Pflicht- und Wahlstationen möglich sein, sodass die Lernenden auch frei nach Interessen entscheiden können. Die Aufgabenkarten sollten die Ziele der Lerneinheit umfassen und der Reflexion dienen, inwieweit sie erreicht wurden. An den Stationen können – je nach Komplexität der Aufgaben – Lehrkräfte zur Unterstützung der Lernenden Erklärungen geben, Hintergründe erläutern und ggf. weiterführende Aufgabenstellungen geben. Sofern es möglich ist, könnten auch Mitarbeitende vom Erntehof neben den Lehrkräften die Stationen begleiten. Als Expertinnen und Experten können sie Bildungsinhalte auf praxisnahe Weise vermitteln und dadurch den Unterricht erweitern und motivieren, z.B. können sie Einblicke in die Historie von Waagen und Geräten bei der Verarbeitung von Äpfeln bieten.
Die Aufgabenkarten sollten je nach Lernstand der Lernenden angemessen gestaltet sein, d.h. für manche sehr anschaulich und mit Bildern, für weiter fortgeschrittene Lernende ggf. auch mit schriftlichen Teilen, in denen sie Lernprozesse reflektieren und neue Erkenntnisse festhalten können. In jedem Fall sollte am Ende des Apfelprojekts ein individuelles Feedbackgespräch zwischen den Lehrkräften und den Lernenden stattfinden. Bei diesem werden neben den fächerübergreifenden (z.B. aus den Bereichen Deutsch, Biologie, Physik, Chemie) und sozialen Kompetenzentwicklungen, die das Projekt ermöglicht, auch die mathematischen Kompetenzen in den Blick genommen. Gemeinsam sollten Lehrkräfte und Lernende reflektieren, welche Kompetenzen erworben wurden und welche nächsten Stufen der Entwicklung nun individuell anstehen.

m Folgenden wird gezeigt, wie die Lernziele der verschiedenen Zugänge aus den Stufenmodellen dem Thema entsprechend präzisiert werden können.
Lernende, die sich auf der basalen Bildungsstufe im Bereich der mathematischen Kompetenzentwicklung befinden, können u.a. folgende fachübergreifende Erfahrungen machen und Kompetenzen entwickeln:
- Ich kann Äpfel pflücken und aufsammeln. Ich kann sie in den Korb legen.
- Ich kann einen Apfel im Fühlsack ertasten und von anderen Dingen unterscheiden.
- Ich kann aus der Apfelwanne die Kastanien, Bälle und Zierkürbisse heraussuchen.
- Ich kann mit einer Apfelhälfte und Farbe drucken.
- Ich kann die Äpfel waschen.
- Ich kann große und kleine Äpfel sortieren.
- Ich kann faulige Äpfel aussortieren.
- Ich kann immer zwei Äpfel zum Korb bringen.
- Ich kann beobachten, wie aus den Äpfeln kleine Apfelschnitzel entstehen.
- Ich kann an der Presse drehen und sehen, dass Saft herausläuft.
Kinder, die sich auf der elementaren Bildungsstufe im Bereich der mathematischen Kompetenzentwicklung befinden, können u.a. folgende fachübergreifende Erfahrungen machen und Kompetenzen entwickeln:
Ich kann die Äpfel zählen.
Ich kann zählen, wie viele Äpfel in einen Eimer passen.
Ich kann die Äpfel der Größe nach sortieren.
Ich kann so viele Äpfel zum Korb bringen, wie auf der Zahlenkarte steht.
Ich kann die Äpfel zerschneiden und die Apfelchips zählen.
Ich kann mit Äpfeln einen Kreis, ein Viereck und ein Dreieck legen.
Ich kann Äpfel mit der Balkenwaage wiegen.
Kinder, die sich auf der primaren Bildungsstufe im Bereich der mathematischen Kompetenzentwicklung befinden, können u.a. folgende fachübergreifende Erfahrungen machen und Kompetenzen entwickeln:
- Ich kann zählen, wie oft man pumpen muss, damit die Wanne bis zur Markierung mit Wasser gefüllt ist.
- ch kann die Abfolge der Arbeitsschritte beim Apfelsaftpressen beschreiben.
- Ich kann in Schritten zählen, wie viele Äpfel in einen Eimer passen.
- Ich kann die Anzahl der Äpfel von fünf Eimern (einer Muserfüllung) ermitteln.
- Ich kann mit Äpfeln eine Pyramide bauen und sagen, wie viele Äpfel ich benutzt habe.
- Ich kann abwiegen, wie schwer die Äpfel, die Apfelschnitzel, die gepressten Apfelschnitzel und der Saft einer Muserfüllung sind.
- Ich kann die Zahlen vom Wiegen vergleichen und Vermutungen anstellen.
- Ich kann eine Sachaufgabe für meine Mitschüler formulieren.
- Ich kann graphisch darstellen (z.B. mit Säulendiagrammen), wie viele Kilogramm Äpfel jede Klasse geerntet hat.
- Ich kann zählen, wie oft man pumpen muss, damit die Wanne bis zur Markierung mit Wasser gefüllt ist.
- ch kann die Abfolge der Arbeitsschritte beim Apfelsaftpressen beschreiben.
- Ich kann in Schritten zählen, wie viele Äpfel in einen Eimer passen.
- Ich kann die Anzahl der Äpfel von fünf Eimern (einer Muserfüllung) ermitteln.
- Ich kann mit Äpfeln eine Pyramide bauen und sagen, wie viele Äpfel ich benutzt habe.
- Ich kann abwiegen, wie schwer die Äpfel, die Apfelschnitzel, die gepressten Apfelschnitzel und der Saft einer Muserfüllung sind.
- Ich kann die Zahlen vom Wiegen vergleichen und Vermutungen anstellen.
- Ich kann eine Sachaufgabe für meine Mitschüler formulieren.
- Ich kann graphisch darstellen (z.B. mit Säulendiagrammen), wie viele Kilogramm Äpfel jede Klasse geerntet hat.
Kinder, die sich auf der sekundaren Bildungsstufe im Bereich der mathematischen Kompetenzentwicklung befinden, können u.a. folgende fachübergreifende Erfahrungen machen und Kompetenzen entwickeln:
- Ich kann die verschiedenen Ergebnisse beim Wiegen miteinander in Beziehung setzen und berechnen, ob es Verluste gibt. Ich kann vermuten, warum das so ist.
- Ich kann für gekauften Apfelsaft berechnen, wie viele Äpfel für eine Flasche/ einen Kasten Saft gebraucht wurden. Ich kann das für die Produktionsmenge eines Tages berechnen.
- Ich kann eine Sachaufgabe formulieren, bei denen meine Mitschüler berechnen müssen, wie viele LKW-Ladungen mit Äpfeln für eine Tagesproduktion gebraucht werden.
- Ich kann graphisch darstellen, wie das Verhältnis von Äpfeln, Saft und ausgepressten Apfelschnitzeln ist.
b) Eine mathematische Lernumgebung zum Zählen und Bündeln
Auch für die Planung von Lernumgebungen im Mathematikunterricht können die Stufenmodelle genutzt werden, z.B. für das Thema Zählen und Bündeln. Im Folgenden wird gezeigt, wie mithilfe der Stufenmodelle differenziert werden kann, so dass die Lernenden ein Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb erhalten, der ihren individuellen Lernvoraussetzungen entspricht. Anschließend folgen Überlegungen, wie gemeinsames Lernen ermöglicht werden kann. Die Beispiele sind entnommen aus Krähenmann et al. (2015).
In einer leistungsheterogenen Klasse soll das Thema Zählen und Bündeln erarbeitet werden. Einige Kinder haben den Zahlenraum bis 100 sicher erarbeitet und können flexibel addieren, subtrahieren und multiplizieren. Sie haben das Ziel im Zahlenraum bis 1000 zu zählen und zu bündeln.
Das Bündeln ist ein wichtiges Lernziel für Lernende mit primarem Zugang zum mathematischen Lerninhalt und Teilziele können der Tabelle entnommen werden:
- Ich kann jeweils 10 Objekte (Zahlenwert „Einer“) zu einem Bündel zusammenfassen und verwende dazu den Zahlenwert „Zehner“. Ich bündle 12 Einer in einen Zehner und 2 Einer.
- Ich kann 10 Zehner zu einem Hunderter bündeln.
- Ich weiß, dass die erste Ziffer einer zweistelligen Zahl für die Anzahl der Zehnerbündel steht und die zweite Ziffer für die Einer. Das heißt, dass z. B. bei der Zahl 23 die erste Ziffer (2) für die Zehnerbündel und die zweite Ziffer (3) für die Einer steht. Die Zahl 23 besteht also aus 2 Zehnern und 3 Einern.
Für Lernende, die vor allem mit basalen Zugängen lernen, können aus der Tabelle z.B. die folgende Kompetenz ausgewählt und für den Umgang mit Mengen präzisiert werden:
- Ich handele mit Gegenständen in meiner Umgebung und beginne sie zu vergleichen und zu unterscheiden, ob sie groß oder klein, kurz oder lang, schwer oder leicht sind.
- Ich kann, wenn mir zwei Mengen gezeigt werden, mitteilen, wo mehr Gegenstände sind.
- Ich kann fühlen, in welchem Säckchen nur ein Gegenstand ist und in welchem mehrere Gegenstände sind.
- Ich kann hören, in welcher Dose nur ein Gegenstand klappert, wenn ich sie schüttle, und in welcher, mehrere Gegenstände sind.
- Ich kann mich mit anderen darüber austauschen, ob es gleich viel Dinge sind oder nicht.
Für Lernende, die einen elementaren Zugang zum Inhalt erhalten sollen, ist das Herstellen immer gleich großer Bündel (z.B. 2er-, 3er- oder 4er-Bündel) eine bedeutende Unterrichtsaktivität, bei der sie eine größere Menge strukturieren und Zählprinzipien sowie die Zahl-Mengen-Verknüpfung festigen können. Der Tabelle können folgende Lernziele entnommen werden:
- Ich vergleiche Dinge (hier Bündel) und kann sie auf Grund ihrer unterschiedlichen Merkmale (Größe, Gewicht, Länge usw.) sortieren und ordnen.
- Ich kann kleine Mengen bis Vier auf einen Blick erkennen und das Zahlwort dazu nennen.
- Ich kann mit anderen darüber sprechen, wie viel wir von etwas haben, wie viel wir brauchen usw.
Die Lernziele im sekundaren Zugang unterscheiden sich vom primaren Zugang durch den Zahlenraum und dadurch, dass die Lernenden sich die Bündelungen vorstellen können und nicht das Material zur Anschauung benötigen. Die Lernenden können sicherer und flexibler zwischen den verschiedenen Darstellungsarten hin und her übersetzen.
- Ich kann Zahlen, die mit Material gelegt sind, und Zahlbilder lesen.
- Ich kann Zahlen mit Material und Zahlbildern darstellen.
- Ich kann bündeln und entbündeln.
- Ich kann Zahlen in der Stellenwerttafel ablesen und darstellen.
Gemeinsame Lernsequenzen – von- und miteinander Lernen
Neben individuellen Arbeitsphasen in Gruppen oder Paaren sind Einstiegs- und Reflexionssequenzen als gemeinsame Phasen für den Austausch geeignet. Zum Thema Zählen und Bündeln eignet sich als Einstieg ein Schätzwettbewerb, bei dem den Lernenden drei Gläser mit unterschiedlich vielen Gegenständen präsentiert werden. Während Lernende mit basalem Zugang die Unterschiede wahrnehmen und ggf. bestimmen, in welchem Glas sie die meisten Gegenstände vermuten, bringen Lernende mit elementarem Zugang die Gläser in eine Reihenfolge. Lernende mit primarem und sekundaren Zugang schätzen Zahlen, notieren sie und versuchen ihre Schätzung zu begründen. Gemeinsam planen die Lernenden, wie sie bei der Anzahlbestimmung vorgehen wollen. In der Reflexionsphase können sie ihre Erkenntnisse zu Zähl- und Bündelungsstrategien einander mitteilen und diskutieren.
6. Entwürfe für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder
Durch die bewusste Gestaltung von motivierenden pädagogischen Settings, kann das mathematische Interesse der Lernenden geweckt und erweitert werden. Durch Beobachtungen kann das Interesse der Lernenden in Situationen mit bestimmten Themen, Aktivitäten und Materialien häufig erkannt werden. Zum Beispiel kann in Zählsituation oder bei Würfelspielen beobachtet werden, ob die Lernenden ein Interesse an Zahlen und Mengen zeigen. Auch Materialien, die zum Handeln anregen, Kunstprojekte, Bilderbücher, (Rollen-)Spiele und Alltagssituationen können das Interesse an Mathematik wecken und freudvolle Erfahrungen ermöglichen.
Sie können in verschiedenen Organisationsformen, z.B. Freiarbeit und Lerntheke, aufbereitet werden und es den Lernenden ermöglichen, Thema und Material, sowie Zeitumfang und Verständnistiefe zu wählen.
Nachfolgend werden exemplarisch einige konkrete Materialhinweise formuliert.
Alltagsmaterialien
Materialwimmelkisten
Zusammenstellung verschiedene Elemente, die in großer Anzahl zur Verfügung stehen können (Knöpfe, Steine, Kastanien, Stäbchen, Würfel usw.).
Diese Materialvielfalt kann in einer schönen (verschließbaren Kiste) innerhalb der Lerntheke angeboten werden. Es lädt ein zu Materialerfahrungen, zum Klassifizieren, zur Reihenbildung, zum Gestalten von Mustern, zu mathematischen Operationen und führt in der Regel zu einer angeregten Interaktion zwischen den Lernenden, die zeitgleich auf ihren Lernniveau mit den Materialien umgehen.
Schätzglas
Ein großes Glas mit gleichartigen Materialien als Anregung für die Lernenden zum Schätzen der Anzahl.
Dieses Schätzglas kann für ritualisiert im Tagesgeschehen Beachtung finden. Die Lernenden werden angeregt, ihre Vorstellungen von Anzahlen zu formulieren, weiterzuentwickeln und sich über die verschiedenen Hypothesen auszutauschen. Eine gemeinsame Überprüfung unter Beachtung der verschiedenen Vorgehensweisen in einer kleinen Gruppe kann die Lernenden zu immer kompetenterem Handeln anregen.
Naturmaterialien
Selbst gesammelte und zusammengetragene Früchte, Stöckchen, Steine, Blüten, Blätter usw., die saisonal ausgetauscht werden können und gut sortiert in schönen Schalen präsentiert werden.Zugleich können die Lernenden Materialerfahrungen sammeln.
Diese Materialien eigenen sich, um damit zu zählen, sie zu vergleichen und nach der Größe zu ordnen, sie zu wiegen und nach Gewicht zu ordnen, nach Merkmalen zu ordnen (schwimmt?). Naturmaterialien können auch als Stellvertreter für mathematische Größen (ein Stöckchen kann ein Zehner sein), zum Legen von symmetrischen Bildern, zum Befüllen von Gefäßen oder zum Darstellen von Mathematikaufgaben genutzt werden.
Einige weitere Beispiele für Interessen weckende Spiele und Karteien werden im Folgenden aufgezählt:
- Wimmelbücher, Origamibücher/ Bücher zum Papierfalten
- Eric Carle: „Die kleine Raupe Nimmersatt“ (Oettinger Verlag)
- Eileen Christelow: „The five little monkeys“
- B. Tenzler, I. Friebel: „Zappel und die Zauberzahlen“ (Kinderbuchverlag)
- John O’Leary: „Zehn fahr’n mit der Eisenbahn“
- Ernst Jandl: „Fünfter sein“ (Beltz & Gelberg)
- Janosch: „Oh wie schön ist Panama“ (Beltz)
- H. M. Enzensberger, R. S. Berner: „Der Zahlenteufel“ (Hanser)
- Birgit Wenz, „Kinderleichte Becherküche“
- Paolo Fiz: „Ein Weiser, ein Kaiser und ganz viel Reis“(Atlantis)
- G. Schwenke, S. Scholz: „Die traurige Null“
- Istvan Banyai: Zoom“ und „Re-Zoom“
Die Spiele und Kinderbücher können entsprechend der Interessen und Themen der Lernenden präsentiert und temporär ausgewechselt werden, um Reizüberflutungen zu vermeiden und immer wieder neue Herausforderungen anzubieten.
7. Kommentierter Überblick über Stufenmodelle
„Im Mathematikunterricht entwickeln die Schülerinnen und Schüler in der aktiv-konstruktiven Auseinandersetzung mit sowohl anwendungs- als auch strukturorientierten mathematischen Fragen ein gesichertes Verständnis mathematischer Inhalte. Sie enthalten Zeit und Raum, selbst Probleme zu lösen und über Mathematik zu kommunizieren. Sie erwerben grundlegende mathematische Kompetenzen, mit denen sie ihre Lebenswirklichkeit aus der mathematischen Perspektive erschließen, um entsprechenden Anforderungen der Alltagswelt gerecht werden zu können.“ (KMK 2012, S.12)
m Vorhaben „Reckahner Modelle zur inklusiven Unterrichtsplanung“ wird angestrebt, die Vorgaben der KMK so aufzufächern, dass Hilfsmittel erarbeitet werden, die für alle verschiedenen Lernenden in heterogenen Lerngruppen Zugänge zu den mathematischen Lernbereichen anbieten. Sie sollen die innere Differenzierung im Unterricht unterstützen.
Das Fach Mathematik dient der Vermittlung von mathematischen Fähigkeiten, von mathematischer Bildung sowie der Fähigkeit mathematische Einsichten alltäglich aktiv zu nutzen; bisweilen wird von „mathematical literacy“ (Schneider/Küspert/Krajewski 2021, S. 131) gesprochen. Darunter wird nicht nur die Beherrschung mathematischer Operationen und des bereichsspezifischen Faktenwissens gefasst, sondern auch, in welchem Ausmaß mathematische Kompetenzen flexibel und funktional zur Lösung kontextbezogener Anforderungen eingesetzt werden können (vgl. ebd.). Für den inklusiven Unterricht im Fach Mathematik wurden im Rahmen des REMI-Projekts (Reckahner Modelle zur Inklusiven Unterrichtsplanung) eine Reihe diagnostisch-didaktischer Hilfsmittel entwickelt: Stufenmodelle für das Lernen in den basalen, elementaren, primaren und sekundaren Bildungszugängen, Führerscheine für die Hand der Kinder, Vorschläge für das Lernen am gemeinsamen Gegenstand in heterogenen Lerngruppen sowie Vorschläge für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder. Diese Entwürfe werden ergänzt um kurze Informationen zu weiteren Stufenmodellen und weiterführende Literaturangaben.
Zunächst wird im Folgenden die Arbeit mit einem tabellarischen REMI-Stufenmodell erläutert. Ziel des Stufenmodells ist es, ein Hilfsmittel für die didaktische Diagnostik zu sein. Zur Erarbeitung des Reckahner Stufenmodells wird die Unterscheidung der KMK in allgemeine mathematische und inhaltsbezogene mathematische Kompetenzen aufgegriffen und ineinander verwoben. Dies erscheint sinnvoll, um ein für die Praxis anwendbares Instrument zu schaffen, dass mehrperspektivisch die allgemeinen mathematischen und die inhaltsbezogenen Kompetenzen gleichzeitig fokussiert. Beide Kompetenzarten müssen die Lernenden entwickeln, wobei die Ausbildung und die Entwicklung der beiden unterschiedenen Kompetenzarten nicht losgelöst voneinander erfolgen können. Zu den allgemeinen mathematischen Kompetenzen im Primarbereich zählen laut KMK (2022a) „Mathematisch argumentieren, Probleme mathematisch lösen, mathematisch modellieren, mathematische Darstellungen verwenden, mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen und mathematisch kommunizieren“ (KMK 2022a, S. 8); die inhaltsbezogenen Kompetenzen werden auch als die zentralen Leitideen bzw. Teilbereiche bezeichnet: I. Zahl und Operation, II. Raum und Form, III. Muster und Strukturen, IV. Größen und Messen, V. Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit. Im Stufenmodell werden die inhaltsbezogenen Kompetenzen als Strukturierung des Modells genutzt. Eine Zusammenführung der allgemeinen mathematischen Kompetenzen und der inhaltsbezogenen Kompetenzen wird realisiert. Diese Zusammenführung wird so gelöst, dass die inhaltsbezogenen Kompetenzen des als Teilüberschriften verwendet werden z.B. „Zahl und Operation“. Die allgemeinen mathematischen Kompetenzen werden darin eingeflochten.
Der Aufbau der grundlegenden mathematischen Kompetenzen beginnt wie der Aufbau und Erwerb aller Kompetenzen mit Vorerfahrungen, dem Generieren von sogenanntem Vorwissen. Bevor Kinder beispielsweise. Probleme unter Rückgriff auf mathematisches Wissen oder sogenannte mathematische Probleme lösen können, müssen sie bereits eine Idee darüber entwickelt haben, dass sie Probleme im Allgemeinen lösen können. Vergleichbares gilt für die grundlegenden Kompetenzen: Kommunizieren, Argumentieren, Modellieren und Darstellen. Deshalb beginnt das Aufzeigen von basalen Zugängen zum Erwerb der angestrebten allgemeinen Kompetenzen mit eher alltäglichen, lebensweltbezogenen, noch nicht unbedingt spezifisch mathematischen Zugängen.
Zugleich muss festgehalten werden, dass die Entwicklung der mathematischen Kompetenzen nicht in Form gleichförmiger Stufen angemessen verstanden werden kann. Vielmehr ist es ein Suchen, Finden, Festigen, Probieren und Weiterentwickeln – mitunter darf es auch Rückschritte geben, die auch dazu führen können, neue Einsichten zu gewinnen, die das Erzielen einer nächsten Stufe möglich machen kann. Es ist zum Beispiel möglich, dass sich Lernende in bestimmten Bereichen auf der elementaren Kompetenzstufe und in anderen Bereichen auf der primaren Kompetenzstufe befinden. Auf manchen Stufen wird das Kind lange verharren, bevor es nächste Entwicklungsschritte nehmen kann, für andere wird es eher kurze Zeit benötigen. Auch ist es möglich, dass Lernende eine weitere Unterteilung einzelner hier vorgestellter Stufenabschnitte benötigen. Dann wäre es sinnvoll, einzelne Teilkompetenzen zu unterteilen , um dennoch Entwicklung sichtbar zu machen. Die Entwicklung der Lernenden muss also prozesshaft, individualisiert und reflektiert werden.
ReMi-Materialien wurden entwickelt für den Unterricht in heterogenen Lerngruppen. Sie unterstützen Lehrkräfte darin, die aktuellen Lernstände der einzelnen Kinder und Jugendlichen in den Teilbereichen mathematischer Bildung unmittelbar zu erkennen und zu benennen. Infolgedessen können sie den Lernenden passende Materialien für individuelles und/oder Partner- und Gruppen-Lernen, beispielsweise in der Freiarbeit oder im Lernbüro, anbieten. Darüber hinaus lassen sich gemeinsam mit den Kindern die jeweils passenden Lernziele, Methoden und Unterstützungsleistungen im Sinne des Lernens am gemeinsamen Gegenstand klären. Dabei ist zu beachten: Stufenmodelle stellen mathematische Lernhandlungen in mehreren Teilbereichen getrennt dar, aber in Lernprozessen können sich Kompetenzen und Handlungen aus verschiedenen Teilbereichen auch überschneiden. Dies ist darin begründet, dass reale Handlungen immer auch Aspekte enthalten, die gerade nicht im Fokus stehen.
Im Folgenden wird zunächst die Spezifik der verschiedenen im REMI-Projekt konzipierten Zugänge zu mathematischen Kompetenzen erläutert.
7.1: Basaler Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
Basale mathematische Bildungserfahrungen können sich Kinder dann besonders gut aneignen, wenn sie stabile emotionale Beziehungen erleben und aus dieser Sicherheit heraus, sich selbst und die unmittelbare Umgebung kennenlernen. „Im Zusammenwirken von Wahrnehmung und Bewegung entwickeln sich komplexer werdende (kognitive) Fähigkeiten. Die Freude am selbsttätigen und aktiven Ausprobieren und Entdecken führt zu einer Erweiterung des Aktionsraumes und der sozialen Beziehungen“ (Freistaat Thüringen 2015, S. 16). Basales Lernen geschieht auf individuell unterschiedliche Weise und in individuell völlig unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Es beinhaltet auch grundlegende mathematische Bildungserfahrungen, die sich zunächst im Nahraum der Kinder durch sinnliche Begegnungen ereignen. In alltäglichen interaktiven Begegnungen können Kinder vertraute Sinneseindrücke wiedererkennen und unterscheiden, was die Entwicklung von Basiskompetenzen für das Erkennen von Mustern und Strukturen ermöglicht. Interessante Effekte zu wiederholen, ergibt sich zunächst zufällig und wird zunehmend bewusster, wenn die Bezugspersonen dialogisch reagieren, die Lernenden ermuntern und Zustimmung signalisieren.
Die Freude am Agieren und Interagieren ermöglicht es den Kindern in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichen Objekten und Materialien in Kontakt zu treten. Sie lernen dadurch, sich immer besser zu orientieren und können Bewegungs- und Wahrnehmungsprozesse immer bewusster initiieren. Ritualisierte Vorgänge im Tagesablauf unterstützen die Entwicklung von temporären Handlungsfolgen, vorausschauendem Denken und passenden Verhaltensweisen. Basales Lernen bezieht sich auch darauf, ein Gespür dafür zu entwickeln, ob Ereignisse erwartbar sind oder eher überraschend eintreten.
Je weiter sich die Kinder entwickeln, desto gezielter erkunden sie ihre Welt durch spezifisches und experimentelles Handeln. In diesem Rahmen bilden sie Hypothesen, die sie im Tun überprüfen. Zunehmend sind sie in der Lage, Anregungen der Bezugspersonen in ihre Handlungsabsichten einzufließen zu lassen. So können sie immer besser gemeinsame Eigenschaften von Objekten erkennen und so beispielsweise Gegenstände gleicher Form oder gleicher Farbe einander zuordnen oder gleiche Gegenstände nach deren Größe ordnen.
Die zunehmende Qualität der feinmotorischen Kompetenzen und die Entdeckerfreude führen dazu, dass sich Möglichkeiten der Kinder erweitern, Objekte und Materialien zu zerlegen und wieder zusammenzufügen. Dadurch erwerben sie Grundlagen für das Verständnis von Teil-Ganzes-Beziehungen, von Reversibilität und Zählbarkeit von verschiedenen Dingen, beispielsweise Körperteilen, Gegenständen etc. Das zufällige Erproben von Materialeigenschaften kann allmählich übergehen in den sachgerechten Gebrauch von Materialien und Werkzeugen. „Basale mathematische Bildungsprozesse schließen somit die Entdeckung und Analyse von Mustern mit allen Sinnen und auch mit wachsender Abstraktheit ein“ (Freistaat Thüringen 2015, S. 164).
Die Entdeckung des eigenen Körpers und der Umwelt unterstützen die Begriffsbildung und schaffen die Grundlage für die Sprachentwicklung. Letztere wird vorranging und nahezu vollumfänglich durch den Dialog mit den erwachsenen oder jugendlichen Bezugspersonen unterstützt. Insgesamt steht im Zentrum der basalen Zugänge das Be-Greifen der Welt und das damit verbundene allererste Anbahnen mathematischen Darstellens und Verstehens.
7.2: Elementarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
„Mathematische Bildung beinhaltet die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, Phänomene und Probleme in spezifischer Weise wahrzunehmen und diese mit Hilfe mathematischer Konzepte zu durchdringen und zu lösen“ (Freistaat Thüringen 2015, S. 159).
Kinder erwerben Vorwissen und ganzheitliche Eindrücke, durch welche die mathematische Begriffsbildung vorbereitet wird. Elementare Zugänge schließen erweiterte Denk- und Handlungsmöglichkeiten der Kinder bezüglich komplexer werdender Sachverhalte ein. Durch eine handelnd-anschauliche Weltaneignung können die Kinder sowohl in informellen Alltagssituationen als auch in zunehmend non-formalen und ersten formalen Lernsituationen, beispielsweise in einem aktiv-entdeckenden Mathematikunterricht (vgl. Wittmann/Müller, 2022), mathematische Strukturen erkunden und formulieren. Sie können ihr Zahl- und Mengenverständnis entwickeln, erste Grundrechenerfahrungen im kleinen Zahlenraum machen und den Umgang mit Daten und Wahrscheinlichkeiten (im Sinne der Möglichkeit, dass Ereignisse eintreten) üben und so Erkenntnisse gewinnen. Typische Erfahrungen im Bereich des elementaren mathematischen Lernens sind die Freude an Zahlen, das erste Zählen, die Simultanerfassung kleiner Mengen, die Entdeckung der Invarianz, die Paarbildung, das Interesse am Ausprobieren und Experimentieren, das Konstruieren, das Erkunden von Unregelmäßigkeiten und Regelmäßigkeiten und der zunehmend kompetente Umgang mit symbolischen Darstellungen bis hin zur Nutzung von ersten mathematischen Symbolen und Zeichen.
Kinder eignen sich mathematische Kompetenzen in enger Verwobenheit von verschiedenen Inhalten und in unterschiedlichen Phasen an. Abhängig von ihrem je individuellen Vorwissen, den individuellen Zugängen im Zusammenhang mit den Anregungsqualitäten ihrer konkreten Umgebung erwerben die Kinder mathematische Kompetenzen. Die Verwendung von Zahlen und geometrischen Mustern beim Spielen, gemeinsame Betrachtung von Alltagsereignissen, die dialogische Aufarbeitung von Beobachtungen und anderes können zu Fragen, zum Beispiel über Mengenverhältnisse, über Zahlen und Zählstrategien oder zu Form- und Strukturbetrachtungen führen. Das Vermuten, das spielerische Prüfen und das Erkennen von dahinterliegenden Mustern können die Kinder auf je ihre eigene Weise zu neuen Fragen und Interesse am Bereich der Mathematik führen. Auch die Verknüpfung mit anderen Bildungsbereichen wie beispielsweise die naturwissenschaftliche, ästhetisch-kulturelle und sprachliche Bildung können das Interesse für Mathematik anregen.
Über Mathematik zu „philosophieren“ ist bei Kindern mit elementaren Bildungsbedürfnissen oftmals eine freudbetonte kognitive Herausforderung, die das genaue Betrachten, den kommunikativen Austausch, das Probleme erfassen und Lösungsstrategien finden thematisiert und langfristig Interesse für die Mathematik wecken kann (vgl. de Boer/Michalik 2018). Das Philosophieren mit Lernenden über Mathematik kann über alle Alters- und Kompetenzstufen hinweg erfolgen.
7.3: Primarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
Die Erfahrungen der Kinder mit Mustern, Zahlen, Räumen und Wahrscheinlichkeiten bilden die Grundlage für die Erweiterung ihrer mathematischen Kompetenzen im primaren Zugang. Dabei verändert sich insbesondere die Darstellungsweise über zunächst eher handelnde, symbolische hin zu zunehmend abstrakteren Darstellungen von eigenen Erkenntnissen. Die Kinder entwickeln die Kompetenz, verständig mit bildlichen, symbolischen, materiellen, verbal-sprachlichen sowie grafisch-visuellen und tabellarischen Darstellungen, die mathematische Objekte und Sachverhalte repräsentieren, umzugehen und diese Darstellungen auch miteinander zu vernetzen, zu vergleichen, zu deuten und kritisch zu reflektieren.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach und nach in der Sprache der Mathematik gefasst. Ebenso werden abstrakt-mathematisch formulierte Aussagen immer besser verstanden und mathematisch formulierbare Zusammenhänge zunehmend eigenständiger in der Fachsprache mündlich und schriftlich sowie mit Hilfe geeigneter Medien formuliert. Dazu gehört auch das Präsentieren, Beschreiben und strukturierte Darlegen eigener mathematischer Überlegungen, das Erläutern von Zusammenhängen und das kritische Hinterfragen von Erklärungen anderer (vgl. KMK 2022a, S. 10).
Mathematik wird von den Kindern im Kontext des primaren Zugangs mehr und mehr als eigene, auf das Erkennen, Durchdringen und Formulieren von Mustern und Zusammenhängen fokussierte Wissenschaft verstanden. Dabei beziehen sich die Erkenntnisse und Beschreibungen nicht mehr nur auf sichtbare arithmetische oder geometrische Muster und Zusammenhänge, sondern auch auf abstraktere oder verstecktere, weniger offensichtliche Muster (Strukturen, Beziehungen, Abhängigkeiten, Regelmäßigkeiten etc.). Die Mathematik wird damit als Möglichkeit erfahren, um Erscheinungen der Welt aus Natur, Gesellschaft, Kultur, Beruf und Arbeit auf eine Weise wahrzunehmen und zu verstehen, sie als geistige Schöpfung zu erleben und heuristische Fähigkeiten zu entwickeln (vgl. KMK 2022a, S. 6). Im Bereich des mathematischen Modellierens können die Kinder Sachprobleme mit Hilfe der Mathematik angehen. Dazu muss es ihnen gelingen, Realsituationen in mathematische Begriffe, Resultate und Methoden zu übersetzen (vgl. ebd., S. 11). Die Kinder entwickeln eigene Vorstellungen über Muster und Zusammenhänge und beginnen, sich in der selbstständigen Anwendung mathematischer Konzepte wie beispielsweise allgemein verwendeter Verfahren und Strategien zu üben. Sie beginnen zu erkennen, dass sich ein und dasselbe Problem auf unterschiedliche Weise mathematisch darstellen und mittels unterschiedlicher Herangehensweisen lösen lässt. Neben routinierten Lösungswegen werden zunehmend auch kreative, neuartige Ideen entwickelt; dies wird kritisch reflektiert. Dazu kann das Kind das systematische Probieren erlernen, Analogien nutzen, rückwärts arbeiten, Skizzen erstellen oder Tabellen darlegen (vgl. KMK 2022a, S. 10f.).
Die Kinder beginnen, den Aufbau und die Struktur des Bereiches der natürlichen Zahlen zu begreifen und durchdringen den Aufbau des Dezimalsystems mit dem Stellenwertprinzip und Bündelungsprinzip. Ebenfalls wird verinnerlicht, dass mehrstellige Zahlen auf eine bestimmte, vereinbarte Weise gesprochen werden müssen. Die Rechenoperationen Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division werden als eigene mathematisch-abstrakte Handlungen erlernt; Beziehungen zwischen den Rechenoperationen werden entdeckt, Rechenstrategien entwickelt, Verfahren automatisiert. Der erfolgreiche Umgang mit halbschriftlichen und schriftlichen Verfahren oder das Rechnen mit Größen werden geübt. Insgesamt wird ein sicherer Umgang mit den grundlegenden relevanten mathematischen Objekten angestrebt: im Bereich der Arithmetik u.a. mit den Zahlen, Symbolen, Termen und Gleichungen, im Bereich der Geometrie u.a. mit den Ecken, Kanten, Formen, Winkeln und Symmetrieachsen und im Bereich des adäquaten Einsatzes mathematischer Werkzeuge u.a. mit Lineal, Zirkel, Taschenrechner und Apps (vgl. KMK 2022a, S. 12). Dazu bedarf es Fakten- und Regelwissen einerseits und Flexibilität und sachgerechten Umgang mit mathematischen Objekten und Werkzeugen andererseits (vgl. ebd.).
Die Lernenden werden angeregt, ihre Erkenntnisse im Dialog miteinander zu thematisieren. Dabei entwickeln sie auch ein Bewusstsein für strittige Fragen zu mathematischen Gegenständen und ein Bedürfnis, diese überzeugend aufzuklären (vgl. KMK 2022a, S. 10). Mathematische Vorgehen zu hinterfragen, Aussagen zu prüfen, Vermutungen anzustellen und Begründungen zu versuchen, sind wichtige Arbeitsschritte dazu (vgl. ebd.). Wenn es gelingt, den primaren Zugang zur Mathematik erfolgreich in Bezug zu lebensnahen Situationen, auch aus den Interessen weckenden Kinderwelten, zu setzen und diese zugleich in der abstrakten Sprache der Mathematik darzustellen, können nachhaltige Verständnisprozesse angebahnt und weiterführende mathematische Fragen herausgefordert werden. Die Lernenden werden ermutigt, mathematisch kompetente Entscheidungen zu treffen, logische Schlussfolgerungen zu ziehen und mathematisch nachvollziehbar zu argumentieren. Ein Bildungsangebot, das den forschenden Zugang ermöglicht, das Be-Greifen anregt und eine konstruktive Fehlerkultur beinhaltet, kann anschlussfähiges, vernetztes und nachhaltiges Lernen und Anwenden von Mathematik ermöglichen (vgl. ebd., S. 6). Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Lernenden aktiv und selbstbestimmt das fachliche mathematische Lernen mitgestalten und dies auch in sinnvoller Abwägung im digitalen Raum begleitet realisieren dürfen (vgl. ebd., S. 8). Laut KMK können im Mathematikunterricht digitale Bildungsprozesse in der Primarstufe ermöglicht werden, indem fachliche Kompetenzen digital gefördert werden, „wichtige informatorische Kompetenzen für eine Teilhabe in der digitalen Welt ‚unplugged‘, d.h. in nicht-informatorischen Kontexten, gefördert werden und fachliche Kompetenzen für die kritische Reflexion und Einordnung von Informationen in verschiedenen Darstellungen genutzt werden“ (ebd.). Stets geht es im Unterricht auch darum grundlegende mathematische Verfahren zu üben und zu festigen, so dass sie möglichst sicher beherrscht werden, u.a. um den Anforderungen des Hauptschulabschlusses beziehungsweise des mittleren Bildungsabschlusses sowie grundlegender beruflicher Ausbildungsgänge zu entsprechen.
7.4: Sekundarer Zugang zum mathematischen Kompetenzerwerb
Prinzipiell werden im Bereich der basalen, elementaren und primaren Zugänge alle mathematischen Denk- und Darstellungsweisen angebahnt. Sie können in der Regel mindestens auf einer pränumerischen Ebene gelöst werden.
Übergreifendes Merkmal des sekundaren Zugangs ist ein erhöhter Abstraktionsgrad. Dies ermöglicht Zahlenbereichserweiterungen (rationale und irrationale Zahlen), das Lösen von Gleichungen oder auch das Darstellen von Funktionen in verschiedenen Varianten, da der unmittelbare Bezug zur Vorstellungskraft und Gegenständlichkeit nicht mehr notwendig gegeben sein muss. Es werden reale Probleme mit Hilfe von Mathematik gelöst, wozu wiederum die Übersetzungsleistung von Realsituationen in mathematische Begriffe, Resultate und Methoden notwendig wird. Dazu müssen die Lernenden Realsituationen strukturieren, vereinfachen, in mathematische Modelle übersetzen, bearbeiten, Ergebnisse mit Blick auf die Realsituation deuten und überprüfen sowie das Modell auf Stimmigkeit und Angemessenheit beurteilen (vgl. KMK 2022b, S. 11). Genutzt werden dabei sowohl Standardmodelle wie die proportionale Zuordnung als auch komplexere Modelle wie geometrische Konstruktionen, die Sinus- und Exponentialfunktion oder Zufallsexperimente (vgl. ebd.). Das Problemlösen auf einem hohen Abstraktionsgrad wird im sekundaren Zugang vorangetrieben. Das bedeutet, dass mathematische Probleme erkannt und formuliert, geeignete Heurismen in Form von vorläufigen Annahmen ausgewählt und sinnvolle Lösungswege entwickelt sowie umgesetzt werden (vgl. ebd.). Neben vorgegebenen Problemen können auch eigene Fragestellungen formuliert, Ergebnisse auf Plausibilität geprüft, kreative Lösungsansätze gesucht und Lösungswege reflektiert werden.
Die Argumentation der Lernenden wird u.a. durch Entwicklung von mathematischen Begründungen und Beweisen zunehmend abstrakter. Dies ermöglicht letztendlich auch das Vordringen in die Mathematik als Wissenschaft mit ihren verschiedenen Teilgebieten, wie Algebra, Analysis, Topologie etc. Die Lernenden erläutern, prüfen und begründen Lösungswege mit einfachen Plausibilitätsargumenten, inhaltlich-anschaulichen Begründungen und Argumentationsketten (vgl. KMK 2022b, S. 9). Um dies zu realisieren, muss die Kompetenz der mathematischen Kommunikation ausgebaut werden. Dazu gehört sowohl das Entnehmen von Informationen aus Texten, mündlichen Äußerungen und weiteren Quellen als auch das Darlegen von Überlegungen in mündlicher und schriftlicher Form (vgl. ebd., S. 10). Mathematische Erkenntnisse darzustellen und zu präsentieren ist daher eine wichtige Lernform im sekundaren Zugangsbereich. Die Lernenden gehen in diesem Zusammenhang mit mathematischen Darstellungen wie der grafisch-visuellen, der algebraisch-formalen, der numerisch-tabellarischen und der verbal-sprachlichen Darstellung um (vgl. ebd., S. 12). Standarddarstellungen werden angewandt, gedeutet und verglichen und können auch zu eigenen Darstellungen weiterentwickelt werden (vgl. ebd.).
Ein Bereich, der in den basalen und elementaren Zugängen kaum und im primaren Zugang einen wachsenden Anteil hat, ist das mathematische Arbeiten mit digitalen Medien. Dieser ist intensiv im sekundaren Zugang enthalten. Neben dem analogen Umgang (mit Schulbuch, Lineal, Modellen) des mathematischen Lernens ermöglicht der digitale Umgang den Einbezug digitaler Mathematikwerkzeuge und themenspezifische mathematikhaltige Medien (z.B. Apps, interaktive Lernangebote) (vgl. KMK 2022, S, 13). Auch allgemeine Medien (z.B. Videos, Präsentationsmedien) spielen eine Rolle beim mathematischen Lernen, um „mathematikhaltige Informationen zu bündeln, zu präsentieren und nach mathematischen Kriterien zu beurteilen“ (ebd.). Auseinandersetzungen zwecks „kritischer Prüfung von Informationen der digitalen Welt unter mathematischen Gesichtspunkten, der Verwendung digitaler Mathematikwerkzeuge (z.B. Tabellenkalkulation oder Geometriesoftware) und Lernumgebungen über die Erstellung und Gestaltung eigener allgemeiner Medien wie Videos und Präsentationen bis hin zur bewussten Verwendung, Entwicklung und Reflexion von Algorithmen mit Hilfe digitaler Medien“ (ebd.) sollten die Lernenden durchlaufen. Zu bedenken ist noch ein wichtiger Sachverhalt: in digitalen Medien werden auf vielfältige Weisen grundlegende mathematisch Fertigkeiten vermittelt, die besonders dann hilfreich sein können, wenn Lernende mathematische Verfahren im Unterricht nicht verstanden haben.
Es werden folglich im Bereich des sekundaren Zugangs eher weniger grundlegend neue Herangehensweisen, die zunächst handelnd erschlossen werden müssen, angebahnt, sodass sich der sekundare Zugang von den basalen, elementaren und primaren Zugängen vor allem durch die Komplexität sowie das hohe Abstraktionsniveau unterscheidet. Aus inklusionspädagogischer Perspektive sind neben dem sekundaren Zugang mit dem tendenziell abstrakten Charakter in allen Schuljahren auch basale, elementare und primare Zugänge hoch bedeutsam.
Die für den Hauptschulabschluss und den Mittleren Schulabschluss notwendigen Kompetenzen werden durch die Auseinandersetzung der Lernenden mit den Inhalten aller Teilbereiche erarbeitet. Entsprechend der individuellen Begabung, der persönlichen Neigung und bereits erlebter Sinnhaftigkeit werden die Lernenden ihr Wissen präsentieren und die Voraussetzungen für die genannten Abschlüsse erfüllen. Weiterführende Darlegungen zu den inhaltsbezogenen Kompetenzen des ersten und mittleren Schulabschlusses geordnet nach den inhaltlichen Leitideen der KMK sind in „KMK (2022b): Bildungsstandards für das Fach Mathematik (ESA und MSA)“ dargelegt und können dort vertiefend nachgelesen werden.
7.5: Weitere Stufenmodelle
Das hier vorliegende REMI-Stufenmodell orientiert sich an zahlreichen, bereits im Fachbereich Mathematik erarbeiteten, diskutierten, kritisierten und teilweise empirisch geprüften Modellen. Eine Auswahl dieser Modelle soll im Folgenden zusammengetragen werden, sodass individuelle Vertiefungen ermöglicht sind. Impulsgebend sind natürlich auch die Vorgaben der KMK hinsichtlich der allgemeinen und inhaltsbezogenen mathematischen Kompetenzentwicklungen in der Primar- und Sekundarstufe (KMK 2022a und b).
Zur Beschreibung der Entwicklung numerischer Kompetenzen gibt es verschiedene Modelle, die alle davon ausgehen, dass sich das Zahlverständnis über das Zählen und den Umgang mit Zahlen entwickelt. Wichtig anzumerken ist, dass Kompetenzstufenmodelle in der Mathematik auch umstritten sind, da nicht von einer linearen Entwicklung der mathematischen Kompetenzen ausgegangen werden kann. Auf diese Problematik wurde bereits weiter oben eingegangen. Im Folgenden werden ausgewählte Modelle benannt, die zur Vertiefung des Themas einladen; die Liste ist selbstverständlich nicht als abschließend zu betrachten, sie kann lediglich Impulse geben.
Das Logical-foundations-Modell nach Piaget (Piaget/Szeminska 1975)
Dieses zu seiner Entstehungszeit bahnbrechende Modell fokussiert die Entwicklung des kardinalen und ordinalen Zahlenbegriffs. Folgeforschungen schlossen sich an (u.a. Brainerd 1979).
Das Skill-Integration-Modell der Zahlbegriffsentwicklung (Clements 1984)
Dieses Modell schaut auf die Kompetenz des Zählens und beginnt mit dem Erwerb der Zahlwörter. Wichtige Vertreter waren u.a. Gelman/Gallistel (1978), Fuson (1988) und Resnick (1989). Beispielhaft sei das Modell von Fuson zu den Phasen der Zählentwicklung skizziert. Man geht davon aus, dass sich Kinder auf mehreren Stufen gleichzeitig befinden können und die Zählkompetenz vom Zahlenraum abhängt. Die Zählentwicklung ist in fünf Phasen unterteilt:
- Undifferenziertes Wortganzes: Zahlkette wird aufgesagt, aber nur als Ganzes; Zahlen werden beim Zählen nicht als getrennt wahrgenommen
- Unzerbrechliche Kette: Zahlkette wird aufgesagt, aber als Wahrnehmung getrennter Wörter, die aneinanderhängen; eindeutige Zuordnung von Zahlwort zu Objekt wird möglich; Ende des Zählens wird als Kardinalwert erkannt
- Aufgebrochene Kette: Zählbeginn kann beliebig sein, Kardinalwert als Beginn wird als Teilmenge bewusst; Zahlwörter werden einzeln wahrgenommen; später auch rückwärts zählen
- Numerische Kette: Zahl wird als Einheit im numerischen Sinn gesehen, erstes Rechnen durch Abzählen an den Fingern durch Hoch- und Runterzählen (noch kein Verständnis der Rechenoperationen)
- Vorwärts-Rückwärts-Kette: Bewusstwerden der Umkehrbarkeit von Addition und Subtraktion, d.h. vorwärts und rückwärts zählen, operieren mit dem numerischen Teil-Ganzen-Schema (d.h. zerlegen von Zahlen in verschiedene Komponenten); zählen als eine aber nicht einzige Strategie des Rechnens
Das Entwicklungsmodell von Krajewski (2003, 2005, 2007), das. sog. Entwicklungsmodell der Zahl-Größen-Verknüpfung (ZGV-Modell)
Das Modell betont, dass das kardinale Zahlverständnis ein fortschreitender Prozess ist, der zuerst in einem kleineren Zahlenraum stattfindet und dann auf höhere Zahlenräume übertragen wird. Es hat den Anspruch die Entwicklung des Zahlverständnisses von der Geburt bis ins Sekundarstufenalter abzubilden (Krajewski/Ennemoser, 2013).
Das Modell ordnet Teilkompetenzen, die für die für die Verknüpfung von Zahl und Anzahl notwendig sind, in drei Ebenen. Die Teilkompetenzen können sich zunächst isoliert entwickeln und werden zunehmend miteinander verknüpft zu Kompetenzen auf einer höheren Ebene.
Auf der Ebene der Basisfertigkeiten liegt zum einen die angeborene Fähigkeit, Mengen aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausdehnung oder Fläche bzw. ihres Volumens grob voneinander zu unterscheiden, das sogenannte „subitizing“. Zum anderen werden die Zahlwörter und die Zahlwortreihe erworben, letztere jedoch ohne kardinales Verständnis. Diese Teilkompetenzen sind die Grundlage für das einfache Zahlverständnis auf Ebene 2, bei dem Zahlwörter mit Mengen verknüpft werden. Die Entwicklung des kardinalen Zahlbegriffs lässt sich in zwei Phasen unterteilen; zunächst entwickelt sich die unpräzise und anschließend die präzise Mengenvorstellung. Auf Ebene 3 wird das tiefe bzw. relationale Zahlverständnis erworben, d.h. die Einsicht in Zahlbeziehungen. Dazu gehören die Zerlegung und Zusammensetzung von Zahlen (z.B. 5 setzt sich aus 2 und 3 zusammen) sowie die Differenz zwischen zwei Zahlen (z.B. der Unterschied zwischen 3 und 5 ist 2). Diese Einsicht in die Beziehung zwischen einem Ganzen und seinen Teilen gilt als wichtige Voraussetzung für den Erwerb der Addition und Subtraktion.
Trotz des hierarchischen Aufbaus des Modells bildet es keine starre Entwicklungslogik ab und Entwicklungen können auf den verschiedenen Ebenen auch parallel verlaufen, abhängig vom Zahlenraum und von der Repräsentationsform der Aufgaben.
Das Modell der mathematischen Kompetenzentwicklung nach Fritz und Ricken (2008)
Dieses Modell knüpft an oben dargelegtes von Krajewski an. Es umfasst folgende fünf Stufen:
- Stufe 1: Reihenbildung und Mengenvergleich (dies gilt als Vorbereitung des Rechenlernens und enthält u.a. das Ordnen von Objekten und das Erlernen von Zahlwörtern (Anknüpfung an Fuson).
- Stufe 2: ordinaler Zahlenstrahl und zählendes Rechnen (dies impliziert die Unterscheidung von Zahlwörtern, das Eins-zu-eins-Prinzip (Anknüpfung an Resnick/Gallistel), die Arbeit mit Vorgänger-Nachfolger.
- Stufe 3: kardinale Mengenvorstellung (dies umfasst beispielsweise das Wissen, dass die letzte Zahl alle anderen enthält sowie das Können von Addition und Subtraktion)
- Stufe 4: Teil-Ganzes-Zerlegbarkeit (dies meint u.a. die Einsicht, dass Zahlen aus Mengen bestehen, die wiederum gegliederte Quantitäten enthalten, Teilmengen aus Gesamtmengen-Aufgaben und < und > Aufgaben)
- Stufe 5: Relationaler Zahlbegriff und Teilmengenverständnis (dies umfasst u.a. die Erkenntnis, dass das Zahlwort für zusammengesetzte Mächtigkeiten steht und die Zahlwortreihe aus aufeinanderfolgenden Mächtigkeiten zusammengesetzt wird)
Das Stufenmodell von Aebli (1976)
Aeblis Stufenmodell sieht die genannten Entwicklungen nicht als Stufen, sondern vielmehr als „overlapping waves“ (Siegler 1998). Dies besagt, dass komplexe Kompetenzentwicklungen allmählich vollzogen werden und immer wieder Rückgriffe auf zuvor entwickelte Kompetenzen erfolgen. Das Modell sieht vier Phasen vor:
- Phase 1: bei der Addition in der Anfangsphase wird noch auf Finger und andere Hilfsmittel zurückgegriffen
- Phase 2: ständiger Rückgriff von der Zifferndarstellung auf den zugrunde liegenden anschaulichen Bedeutungsgehalt
- Phase 3: symbolische Darstellung von Ziffern, im Kopf rechnen von Aufgaben
- Phase 4: Automatisierung im Zeichenbereich
Verwiesen wird an dieser Stelle auch auf Untersuchungen mathematischer Kompetenzentwicklungen in der Grundschule von Reiss, Heinze, Pekrun und Ufer (vgl. Reiss/Heinze/Pekrun 2007, Ufer/Reiss/Heinze 2009). Zudem wurden unter Federführung von Werner Blum Kompetenzstufenmodelle für den Mittleren Schulabschluss und für den Hauptschulabschluss entwickelt (vgl. u.a. Prenzel/Blum 2007).
ILEA T-Stufenmodell Numeracy (Bartusch/Geiling 2015)
Im Rahmen des Forschungsprojekts ILEA T (Individuelle Lern-Entwicklungs-Analyse im Übergang von der Kita in die Schule) wurde die Entwicklung mathematischer Kompetenzen von Kindern mit Beginn des letzten Kindergartenjahrs bis zum Schulbeginn im Längsschnittdesign mittels eines dafür entwickelten standardisierten Verfahrens, dem diagnostischen Würfelspiel „Reise zu den Zahleninseln“, erfasst, wodurch die empirische Absicherung des theoretisch begründeten Stufenmodells ermöglicht wurde (vgl. Bartusch/Geiling 2015, S. 19-23). Das ILEA T-Stufenmodell Numeracy (ebd. S. 73 f.) ist in sieben Stufen gegliedert und beschreibt damit den untersuchten Ausschnitt der mathematischen Entwicklung von Kindern sehr detailliert. Die Kompetenzen werden innerhalb einer Stufe jeweils in Bezug auf die mathematischen Inhaltsbereiche beschrieben, die für Kinder der ausgewählten Altersgruppe besonders relevant sind: (1) Mengen (Mengen auffassen/bilden, Mengenrelationen, Zu-/Abnahme u.a.), (2) Anzahlen (Kardinalzahl, Anzahlbestimmung, Anzahlrelationen, Zahlrepräsentationen), (3) Zählen (Zahlwortreihe, Zählprinzipien, Ordinalzahlaspekt, …) und (4) Rechnen (Rechenstrategien, von der konkreten Handlung bis zur symbolischen Operation, …) (ebd., S. 73f.). Das ILEA T-Stufenmodell Numeracy zeichnet den Entwicklungsweg der schulpflichtig werdenden Kinder in die Welt der Zahlen damit ausgehend von basalen Kompetenzen bis hin zu im Primarbereich erwarteten Fertigkeiten und Einsichten (z.B. Einsicht in das dekadische Positionssystem) nach. Das Modell kann für den begrenzten Abschnitt der mathematischen Entwicklung von Kindern im Übergang von der Kita in die Schule als entwicklungssensibel eingeschätzt werden. Es ist konzeptionell innerhalb der Idee einer didaktischen Diagnostik verortet (Bartusch u.a. 2018, S. 214). Es „soll den Pädagoginnen helfen, die Beobachtungen des Verhaltens einzelner Kinder einzuordnen, im Sinne der „Schon-Könnens“ zu deuten und passende Entwicklungsanregungen zu gestalten.“ (Bartusch/Geiling 2015, S. 72).
8. Literaturverzeichnis
Wichtiger Hinweis zu Internet-Quellen und Verknüpfungen (Links):
Die Komplexität mathematischer Kompetenzentwicklungen erfordern vertiefendes Wissen und zahlreiche Zugänge, die in einer Tabelle lediglich angedeutet werden können. Die Autorinnen verweisen entsprechend auf Materialien, die auf fachdidaktischer Grundlage forschungsbasierte und praxiserprobte Materialen und Konzeptionen zur Umsetzung im Mathematikunterricht zur Verfügung gestellt werden.
Es finden sich zahlreiche Verknüpfungen (Links) zu den bewährten Online-Materialien für den Mathematikunterricht (u.a. PIKAS, Primakom, Mahiko, Kira), die in Kooperation zwischen dem Ministerium für Bildung und Schule des Landes NRW, des Deutschen Zentrums für Lehrkräftebildung Mathematik (DZLM) und der Technischen Universität (TU) Dortmund entwickelt wurde. Videos, Handreichungen und konkrete Praxisanregungen können für das Selbststudium, für Unterricht und zum Austausch mit Lehrkräften oder Eltern genutzt werden.
Die Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung abgerufen. Die Autorinnen können nicht gewährleisten, dass alle Links dauerhaft verfügbar sind. In diesem Fall wird empfohlen, zum DZLM (Deutsches Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik) Kontakt aufzunehmen. https://dzlm.de
Links zu bewährten Online-Materialien für den Mathematikunterricht:
- PIKAS (Prozessbezogen, Inhaltsbezogen, Kompetenzorientiert, Anregung fachbezogener Schulentwicklung)
https://pikas.dzlm.de/kontakt - Primakom (Primarstufe Mathematik kompakt): primakom@dzlm.de
- KIRA (Kinder rechnen anders): kira@dzlm.de
- MaCo (Mathematische Basiskompetenzen fördern): https://maco.dzlm.de/
- Mahiko (Mathehilfe kompakt): mahiko@dzlm.de
- ADI (Arithmetik digital): https://adi.dzlm.de/
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Titelbild: Wikipedia:
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