Einreichfassung vom 04.01.2025
Eingereicht von:
Bettina Streese (bettina.streese@uni-bielefeld.de) und Susanne Eßer (susa.ess.ms@gmail.com
Kommentiert von Frank Müller und Isabelle Penning.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung zum Lernfeld Arbeitslehre
2.1 Historische und aktuelle Hintergründe zur Arbeitslehre
2.2 Bildungsbeitrag und Kompetenzmodell des Lernfelds Arbeitslehre - Stufenmodelle der Teilbereiche im Lernfeld Arbeitslehre
3.1 Teilbereich A: Berufsorientierende Bildung
3.2 Teilbereich B: Haushalts- und Ernährungsbildung
3.3 Teilbereich C: Ökonomische Bildung
3.4 Teilbereich D: Technische Bildung
3.5 Teilbereich E: Textil- und Modebildung - Führerscheine und Lernpässe für Kinder und Jugendliche
- „Fast Fashion – Slow Fashion“ – eine exemplarische Unterrichtsvorbereitung zum Lernen am gemeinsamen Gegenstand
5.1 Vorüberlegungen für projektorientierte Unterrichtsvorhaben im Lernfeld Arbeitslehre
5.2 Elemente zur Planung und Ausgestaltung projektorientierten Unterrichts im Lernfeld Arbeitslehre
5.2.1 Skizze zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands
5.2.2 Kartenset zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands
5.2.3 Advance Organizer – ein Instrument zur Lernbegleitung
5.2.4 Lernlandkarte zum Prompten
5.3 Darstellung einer Unterrichtsvorbereitung zum Thema „Fast Fashion – Slow Fashion“
5.4 Weiterführendes Material - Entwürfe für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder und Jugendlichen
- Kommentierter Überblick über weitere Stufenmodelle
- Literaturverzeichnis
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Stufenmodelle Arbeitslehre
1. Abkürzungsverzeichnis
SuS = Schülerinnen und Schüler
AG BHTW = (Interdisziplinäre) Arbeitsgruppe Beruf-Haushalt-Technik-Wirtschaft
BNE = Bildung für nachhaltige Entwicklung
DeGÖB = Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
DGH = Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V.
DGTB = Deutsche Gesellschaft für Technische Bildung
EGTB = Europäische Gesellschaft Technische Bildung
GATWU = Gesellschaft für Arbeit, Technik und Wirtschaft im Unterricht e. V.
GeRRT = Gemeinsamer Referenzrahmen Technik (Hrsg. VDI)
GDSU = Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts
HaBiFo = Haushalt in Bildung und Forschung e. V.
KMK = Kultusministerkonferenz
LAG HW = Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft e. V.
QUA-LiS NRW = Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule Nordrhein-Westfalen
ReMi = Reckahner Modelle zur inklusiven Unterrichtsplanung
REVIS = Modellprojekt „Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in allgemeinbildenden Schulen“
SchulG = Schulgesetz
VDI = Verein Deutscher Ingenieure e. V.
VN = Vereinte Nationen
WAT = Wirtschaft Arbeit Technik
ZEHN = Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen
2. Einleitung zum Lernfeld Arbeitslehre
2.1 Historische und aktuelle Hintergründe zur Arbeitslehre
Die Arbeitslehre findet ihren Ausgangspunkt in der Zeit der Aufklärung und Industrieschulbewegung des 18. Jahrhunderts und konstituiert sich später, um die Wende zum 20. Jahrhundert, insbesondere in der Berufspädagogik und Arbeitsschulbewegung. Im Zuge des Aufbaus der Hauptschule sowie der Bildungsreformen in den 1960er- und 1970er-Jahren etablierte sich die Arbeitslehre als Schulfach. Die Kultusministerkonferenz (KMK) sah die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Erwachsenenwelt, besonders auch auf das Arbeitsleben als notwendig an. Vorrangig in den Klassen 7–9/10 sollte das Fach Arbeitslehre einen zentralen Beitrag zur Erfüllung dieser Aufgaben, unter besonderen Kooperationsbestrebungen zwischen den Lehrkräften der Hauptschule und denen der berufsbildenden Schule leisten (vgl. KMK 1969).
1987 legte die KMK neue Materialien zur Arbeitslehre vor und ergänzte zunächst den Begriff der Arbeitslehre um den Zusatz „Lernfeld“ als eine „Leitbezeichnung“. Damit war die Absicht verbunden, zu kennzeichnen, dass die Vermittlung von Inhalten in diesem Kontext fachbezogen oder übergreifend als „Arbeitslehre“ angelegt ist und sich in unterschiedlichen Organisationsformen wiederfinden kann. Die Materialien zum Lernfeld Arbeitslehre (KMK 1987) konkretisieren und systematisieren das „Lernfeld Arbeitslehre“ in die „Gegenstandsbereiche“ Haushalt, Beruf, Wirtschaft und Technik sowie Arbeit als zentraler Kategorie und markieren zudem entsprechende Anforderungen in den einzelnen Bereichen. Übergreifend wird angestrebt, dass Lernende in die Lage versetzt werden, „sich in der komplexen und sich wandelnden Arbeitswelt zu orientieren, teilzuhaben, zu bewerten und sie mitgestalten zu können“ (Meier & Zöllner 2005, 62). In den 1980er- und 1990er-Jahren verlagerten sich didaktische Prämissen hin zur Kompetenz- und Handlungsorientierung. In der Folge werden seit den 2000er-Jahren auf unterschiedlichen Ebenen (z. B. KMK, Fachverbände, Wissenschaft) Bildungsstandards entworfen und in den Bildungsministerien der Bundesländer Kerncurricula entwickelt. Für die Arbeitslehre finden seitdem auf unterschiedlichen Ebenen (z. B. Wissenschaft, Fachgesellschaften, Bundesländer, Schulcurricula) verschiedene Neuorientierungen statt (vgl. Friese 2018, 22 ff).
Die Arbeitslehre wurde stets als Integrationsfach unterschiedlicher fachlicher Disziplinen konzipiert, wobei es Fachvertretungen gab, die ein solches Vorgehen ablehnten und für ein eigenes Fach plädierten bzw. nach wie vor plädieren (vgl. bspw. für das Fach Technik Schmayl 2019). Aktuell hat die Arbeitslehre als konkretes Unterrichtsfach in den meisten Bundesländern keinen Bestand mehr. Die originären Inhalte der Arbeitslehre werden als Querschnittsthemen mit Blick auf die Maßnahmen der beruflichen Orientierung oder die Verbraucher*innenbildung realisiert und in andere Einzelfächer bzw. Verbundfächer integriert. Abhängig von der jeweiligen Schwerpunktsetzung eines Einzel- bzw. Verbundfaches werden in den curricularen Vorgaben der Bundesländer fachspezifische Kompetenzen ausgewiesen, es fehlen jedoch mitunter Kompetenzbeschreibungen, die das übergreifende Bildungsziel der Arbeitslehre, vor allem auch die Persönlichkeitsentwicklung, ausgestalten. Die fachlichen Inhalte und die damit verbundenen angestrebten Kompetenzen des Lernfeldes Arbeitslehre sind insgesamt zentral und mit Blick auf das, „was Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen“ (Fadel et al. 2017) äußerst relevant.
In den allgemeinbildenden Schulen finden sich in der Primarstufe Themen und Elemente der vorberuflichen, arbeitsbezogenen Bildung, die sich vorrangig im Sachunterricht realisieren. In der Sekundarstufe fokussiert sich die berufsorientierende Bildung und organisiert sich sowohl in Einzelfächern (z. B. Technik, Hauswirtschaft) als auch in Verbundfächern (z. B. WAT – Wirtschaft/Arbeit/Technik). Die Organisation von Inhalten und Kompetenzen des Lernfeldes Arbeitslehre ist je nach Bundesland und Schulform sehr unterschiedlich ausgerichtet. Mehrheitlich setzen die Bundesländer in der Sekundarstufe derzeit auf Verbundfächer, wobei es Fächerkombinationen gibt, die neben WAT weitere fachliche Domänen (Hauswirtschaft, Textil, Recht, Politik…) einbeziehen. Die Herausforderung mit Blick auf die Verbundfächer zeigt sich in deren Grundanlage und vor allem in der inhaltlichen Verklammerung der Einzelfächer miteinander sowie bezogen auf die übergeordneten angestrebten Kompetenzen im Lernfeld der Arbeitslehre. „Zugleich rivalisieren die Forderungen nach einem Partikularfach „Wirtschaft“ mit wenigstens 58 anderen Fächern – darunter Kultur, Psychologie, Recht, Technik und Verbraucherbildung –, deren bundesweite Einführung gefordert wird, da sie sich bislang noch nicht oder nur in einzelnen Bundesländern bzw. an ausgewählten Schulen in den Stundentafeln finden“ (Engartner 2020, 29f.). Andere wissenschaftliche Standpunkte vertreten für den Bereich der ökonomischen Bildung die Meinung, dass sich nur in einem sozialwissenschaftlichen Integrationsfach „die engen Verflechtungen der Gegenstandsbereiche ‚Politik‘, ‚Wirtschaft‘ und ‚Gesellschaft‘ akzentuieren“ ließen (ebd.). Ebenso wird aus der fachlichen Domäne der Hauswirtschaft heraus beispielsweise derzeit auf wissenschaftlicher Ebene im Sinne eines Verbundfaches ein Unterrichtsfach mit der Bezeichnung „Lebensführung“ diskutiert (vgl. Schlegel-Matthies/Wespi 2021). Oberliesen (2011) argumentiert, dass alle Jugendlichen einen Anspruch darauf haben, angesichts des gravierenden Wandels in der Arbeitswelt und veränderter Lebenssituationen, bei der Entwicklung zukunftsfähiger Kompetenzen für „ihre individuelle Persönlichkeit in den Kontexten der durch Arbeit bestimmten Lebenssituationen unterstützt zu werden. Es sollten ihnen Chancen eröffnet werden, Fähigkeiten zu erwerben, die sie in die Lage versetzen, sich an der gesellschaftlichen Gestaltung der Zukunft von Arbeit in ihren verschiedenen Formen (Erwerbsarbeit, Eigenarbeit, Haushaltsarbeit) selbstbestimmt zu beteiligen.“ (Oberliesen 2011, 1).
Aktuell finden sich auf der Ebene der KMK keine zentralen Empfehlungen für ein Fach Arbeitslehre, es liegen Empfehlungen für die Lehrkräftebildung im Fach WAT und zum Teil Empfehlungen mit Bezügen zu einzelnen Gegenstandsbereichen, z. B. zur beruflichen Orientierung vor. Für die Entwicklung von Stufenmodellen im REMI-Projekt wird der KMK-Begrifflichkeit des Lernfelds Arbeitslehre gefolgt, da diese für ein geöffnetes Lernfeld steht, welches individuelle Organisationsformen und inhaltliche Ausrichtungen und Vertiefungen ermöglicht, die der Gestaltung inklusiver Lehr- und Lernarrangements in besonderem Maße entgegenkommen.
2.2 Bildungsbeitrag und Kompetenzmodell des Lernfelds Arbeitslehre
Arbeit ist eine höchst komplexe menschliche Aktivität (vgl. Kahsnitz/Ropohl/Schmid 1997, 19 f.). Den Ausgangspunkt bildet daher ein weiter gesellschaftlicher Arbeitsbegriff, „der Arbeit nicht nur in ihren technischen, sondern auch in ihren wirtschaftlichen und sozialen Aspekten erfaßt (sic) und in den gesellschaftlich-politischen Zusammenhang einbindet“ (Dedering 2000, 11). Das Lernfeld Arbeitslehre ist durch ein umfassendes Verständnis des Begriffs Arbeit geprägt, welches die berufliche Beschäftigung ebenso wie die Arbeit im Haushalt und die Bürgerarbeit (zivilgesellschaftliches Engagement) umfasst. Den Lernenden soll einerseits die arbeitsbezogene Lebenswelt erfahrbar und durchschaubar gemacht werden, außerdem sind sie in ihrer Persönlichkeitsbildung zu unterstützen (vgl. Dedering 2004).
Durch die fachwissenschaftliche Anbindung des Lernfelds Arbeitslehre an die fachlichen Perspektiven von z. B. Wirtschaft, Technik, Haushalt und Soziales und die damit verbundene Auseinandersetzung der Lernenden mit technischen, ökonomischen, ökologischen, hauswirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, ästhetischen und politischen Zusammenhängen der Arbeitswelt trägt die Arbeitslehre zur Persönlichkeitsbildung bei und eröffnet vielschichtige Perspektiven auf die Bereiche Finanzen, Marktgeschehen, Verbraucherrecht, Ernährung und Gesundheit, Freizeit, Medien und Information sowie Konsum.
Das Lernfeld Arbeitslehre trägt zu einer ganzheitlichen Bildung bei, indem theoretisch-reflexives und praktisch-handelndes Lernen aufeinander bezogen werden. Die Lernenden erwerben Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, aktiv und bewusst an der kritisch-konstruktiven Gestaltung der Arbeits- und Lebenswelt (Erwerbsarbeit, Eigen- bzw. Haushaltsarbeit und Bürgerarbeit) teilzuhaben und ein berufliches Selbstkonzept zu entwickeln. Sie streben in diesem Lernfeld in Kooperation mit anderen Unterrichtsfächern ein berufliches Selbstkonzept an, welches sie befähigt, sowohl in Bezug auf den gesellschaftlichen als auch den wirtschaftlichen Wandel reflektiert und flexibel zu agieren (vgl. Gmelch 2018/1989; Dedering 2004; Beinke 2005; Fischer/Pfriem 2011, 330; Friese 2018, 27 ff.).
Im Zuge der allgemeinen Entwicklungen bzgl. der Kompetenzorientierung und der Bildungsstandards hat es mit Beginn der 2000er Jahre in verschiedenen Fachgesellschaften Diskussionen und Entwürfe bezogen auf facheigene Bildungsstandards gegeben. Anknüpfend an die Systematisierungen der KMK (1987) zum Lernfeld Arbeitslehre hat die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Beruf–Haushalt–Technik–Wirtschaft (AG BHTW) in Beratung mit diversen Fachgruppen und -gesellschaften in den Jahren 2003-2006 das „Kerncurriculum Lernbereich Beruf–Haushalt–Technik–Wirtschaft (Arbeitslehre – Sekundarstufe I) als „tragfähige Grundlage für die Rahmenplanentwicklung der Bundesländer“ (Meier & Zöllner 2005, 62) entwickelt. Dieses Kerncurriculum fokussiert für das Lernfeld Arbeitslehre die „Kernanforderungen, die für alle Jugendlichen der Sekundarstufe I erreichbar sein sollen und damit zugleich deren Anschlussfähigkeit sichern“ (ebd.). Nach Oberliesen (2011) versteht sich das Kerncurriculum „als wichtiger Beitrag zur Allgemeinbildung“. „Die fachliche und überfachliche Kompetenzentwicklung wird lernbereichsbezogen interpretiert, als:
- Förderung der Urteils-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz für Lebenssituationen, die durch Erwerbs-, Haus-, Eigen- und Bürgerarbeit geprägt sind.
- Förderung haushaltsbezogener, technischer und ökonomischer Grundbildung als Beitrag zur Aneignung kultureller und wissenschaftlicher Traditionen und Entfaltung von Mitgestaltungsfähigkeit.
- Förderung der Kompetenz, Übergänge zwischen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitssystemen zu gestalten mit dem Ziel der bedürfnisgerechten und sozialverträglichen Integration in die Gesellschaft.“ (Oberliesen 2011, 6).
Das Kerncurriculum der AG BHTW bietet trotz der Prämisse der Erreichbarkeit der Kernanforderungen für alle Jugendlichen und der – trotz Vorliegen fachlicher Bezüge zu weiteren Unterrichtsfächern in einzelnen Bundesländern – Fokussierung auf die fachlichen Domänen Beruf, Haushalt, Technik und Wirtschaft für die Entwicklung eines Stufenmodells für den Unterricht in der Arbeitslehre eine orientierende Grundlage.
Für die inhaltliche Ausdifferenzierung der fachlichen Teilbereiche für das Lernfeld Arbeitslehre erfolgten umfassende Recherchen zu den fachlichen Ausgestaltungen des Lernfelds Arbeitslehre in den Bundesländern, Analysen diverser Fachcurricula sowie bestehender Curricula für das Fach Arbeitslehre (z. B. Hessen, Rahmenlehrplan Berlin-Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz). Dabei wurden curriculare Vorgaben für die verschiedenen Bildungsgänge hinzugezogen. Darüber hinaus erfolgte eine Analyse exemplarischer Bildungpläne, die auch die basale und elementare Stufe enthalten (für NRW siehe MKJFGFI und MSB NRW (2018), für Thüringen siehe TMBWK (2011)). Auf der Basis der vorgenommenen Recherchen wurden für das hier vorliegende Modell für das Lernfeld Arbeitslehre zunächst die fachlichen Teilbereiche und in einem nächsten Schritt innerhalb der einzelnen fachlichen Teilbereiche Überschriften zu zentralen Stufenmodellen festgelegt. Die Ausdifferenzierung in die vorliegenden Stufenmodelle erfolgte auf der Basis fachwissenschaftlicher Kompetenzmodelle, fachcurricularer Vorgaben, in Verbindung mit dem Kerncurriculum der AG BHTW sowie unter Einbindung des Perspektivrahmens für den Sachunterricht (GDSU). Das hier vorliegende Lernfeld Arbeitslehre strukturiert sich wie folgt:

Grafik 1: Kompetenzmodell für das Lernfeld Arbeitslehre (eigene Darstellung)
Das Kompetenzmodell bildet die innerhalb des hier entworfenen Lernfeldes Arbeitslehre mit seinen jeweils in Stufenmodelle differenzierten Teilbereichen Berufsorientierende Bildung, Haushalts- und Ernährungsbildung, Ökonomische Bildung, Technische Bildung, Textil- und Modebildung und die damit verbundenen fachlichen Ziele und Zusammenhänge übersichtlich ab. Die Darstellung ermöglicht auf den ersten Blick fachliche Orientierungs- und Anknüpfungspunkte an die unterschiedlichen Strukturen im Lernfeld sowie die unterschiedlichen Lehr- bzw. Bildungspläne der Bezugsfächer des Lernfeldes Arbeitslehre in den Bundesländern.
3. Stufenmodelle der Teilbereiche im Lernfeld Arbeitslehre
Zur Entwicklung der Stufenmodelle in den fachlichen Teilbereichen des Lernfelds Arbeitslehre
Die KMK hat in ihrem „Material zum Lernfeld Arbeitslehre im Sekundarbereich I“ die Arbeitslehre als einen Beitrag einer zeitgemäßen Allgemeinbildung aller Schulen des Sekundarbereiches I deklariert (vgl. Gmelch 2018/1989, 227). Das Material wurde nicht als Empfehlung veröffentlicht, so dass sich u. a. hinsichtlich der Zielsetzungen, Inhaltsbereiche, Organisationsformen, Unterrichtsmethoden und der Lehrkräfteausbildung eine disparate curriculare Entwicklung in den Ländern zeigt. Für die Ausgestaltung schulischen Lernens sind (Kern-)Curricula bindend, denen Standards der Bildungsadministration zugrunde liegen. Da seitens der Bildungsadministration keine Bildungsstandards für das Lernfeld Arbeitslehre vorliegen, versuchen unterschiedliche Vereinigungen, Interessenverbände und (Fach-)Gesellschaften Standards und teilweise auch Kompetenzanforderungen zu setzen. Diese sind immer aus dem Blickwinkel der jeweiligen Beteiligten zu sehen und zu interpretieren. Die Kompetenzenformulierungen in den vorliegenden Stufenmodellen wurden jeweils unter Rückgriff auf fachwissenschaftliche Ausarbeitungen von Fachgesellschaften (u. a. Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB), Deutsche Gesellschaft für Technische Bildung (DGTB), Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (DGH), Europäische Gesellschaft für Technische Bildung (EGTB), Haushalt in Bildung und Forschung (HaBiFo), Verein deutscher Ingenieure (VDI) sowie unterschiedliche Curricula der Bundesländer formuliert. Sie sind unter der Perspektive der inklusiven Bildung aller Lernenden einzuordnen. Der Argumentation Oberliesens (2011) folgend, beziehen sich die technische, ökonomische und haushaltsbezogene Bildung auf unterschiedliche Wissenschaftskulturen, die sich in ihren Struktur- und Handlungslogiken deutlich unterscheiden. „In der hier konstruierten Wissensdomäne werden sie unter dem Anspruch der Aufklärung über sozio-ökonomisch-technisch arbeitsbestimmte Handlungssysteme erschlossen“ (ebd., 5). Daher bilden die entwickelten Stufenmodelle für das Lernfeld Arbeitslehre kein neues Fachcurriculum ab. Sie erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr möchten sie verbunden mit einer didaktischen Diagnostik ein Unterstützungsinstrument zur inneren Differenzierung im Lernfeld Arbeitslehre anbieten und damit die individuelle Adaption von Lehr-Lernarrangements für einzelne Lernende im inklusiven Unterricht ermöglichen. Neben dem Fokus auf die kontinuierliche Entwicklung von Kompetenzen über die Stufen hinweg, bietet jede Stufe auch für sich die Möglichkeit, individualisierte Zugänge zu einem gemeinsamen Lerngegenstand zu finden. Der Rückgriff bzw. der Vorgriff auf Kompetenzen und entsprechende Lernbausteine weiterer Stufen kann hier unterstützen. Unter Einbindung entsprechender Maßnahmen zur Differenzierung und Individualisierung kann den Lernenden so ein breites Spektrum zum Kompetenzerwerb ermöglicht werden. Die in den folgenden fünf Teilbereichen aufgeführten Kompetenzen sind als exemplarisch anzusehen; ihre Zusammenstellung ist auf die Bildungsziele der Arbeitslehre fokussiert (siehe dazu Oberliesen 2011).
3.1 Teilbereich A: Berufsorientierende Bildung
Mit der Bildung im Bereich der beruflichen Orientierung ist für Lernende über ihre Schulzeit hinweg ein fortwährender Prozess der Auseinandersetzung mit den individuellen Neigungen und Wünschen, Kompetenzen und Potenzialen und schließlich mit den Möglichkeiten und Perspektiven im Hinblick auf die Berufswahlkompetenz angelegt. Dabei ist zentral, von einem erweiterten Arbeitsbegriff auszugehen, um für alle Lernenden Anschlussmöglichkeiten hinsichtlich ihrer individuellen Potenziale für Arbeit und Beruf zu eröffnen.
Die Lernenden erweitern die Vorstellungen zu ihrer beruflichen Zukunft durch einen kumulativen Wissensaufbau zur Arbeitswelt sowie zu unterschiedlichen Arbeits- und Berufsfeldern, ihren Bedingungen und Zugangsvoraussetzungen, verzahnt mit den Erkenntnissen zu eigenen Möglichkeiten auf der Basis von Selbstwissen und Reflexion von berufspraktischen Erfahrungen und dem individuellen Aufbau zentraler arbeitsrelevanter Schlüsselkompetenzen (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2009). Lernende werden im Rahmen der berufsorientierenden Bildung bei diesen Prozessen in schulischen und außerschulischen Lernsituationen begleitet und von verschiedenen Akteur*innen in den entsprechenden (auch außerschulischen) Feldern unterstützt. Im Rahmen der berufsorientierenden Bildung wird somit ein Kompetenzerwerb angestrebt, der es den Lernenden erlaubt, verantwortungsbewusst und eigenständig Entscheidungen für den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu planen und umzusetzen. Der Entwicklungsprozess ist stets individuell zu betrachten und mit dem Ablauf der Schulzeit nicht abgeschlossen. Vielmehr ist ein zentraler Beitrag der berufsorientierenden Bildung – auch im Hinblick auf berufliche Karrieren und ggf. spätere Selbstständigkeiten – ein Bewusstsein für den sich stetig entwickelnden Wandel in der Arbeitswelt und damit für ein lebenslanges Lernen zu befördern.
Die im fachlichen Teilbereich Berufsorientierende Bildung angestrebte umfassende und übergeordnete Kompetenz ist die individuelle Berufswahlkompetenz, die es Lernenden auf der Basis von arbeits- und berufsspezifischem Wissen, Selbsteinschätzungen, Einstellungen und Bereitschaften sowie berufswahlbezogenen Handlungskompetenzen ermöglicht, Voraussetzungen, Ziele und Ansprüche sowie Entwicklungen der Berufs- und Arbeitswelt einzuschätzen und die Übergänge zwischen Schule-Ausbildung-Studium-Erwerbsarbeit individuell zu bewältigen. (vgl. AG BHTW 2006, Driesel-Lange 2010, 13, Sansour/Terfloth 2015) Die Stufenmodelle unterstützen die Erschließung des fachlichen Teilbereichs der Berufsorientierenden Bildung (vgl. AG BHTW 2006, Duismann/Meschenmoser 2007, Bundesagentur für Arbeit 2009, Lehmann/Hoffmann 2009, Driesel-Lange et al. 2010, KMK 2017, Brüggemann/Rahn 2020, Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass o.J.):
Stufenmodell A1: Bedeutung von Arbeit und Beruf
Dem Inhaltsbereich „Bedeutung von Arbeit und Beruf“ wird ein erweiterter Arbeitsbegriff zugrunde gelegt, der Haushaltsarbeit, Freiwilligen- bzw. Care-Arbeit und Erwerbsarbeit umfasst. Die Bedeutung von Arbeit in ihren unterschiedlichen Facetten, insbesondere im Hinblick auf die Berufs- und Arbeitswelt, wird beleuchtet.
Tabelle Arbeitslehre A1: Bedeutung von Arbeit und Beruf
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell A2: Berufliche Orientierungen und Qualifizierungen
Der Inhaltsbereich „Berufliche Orientierungen und Qualifizierungen“ fokussiert den systematischen Aufbau von Kompetenzen für individuelle Berufswahlentscheidungen. Im Fokus stehen die Reflexion eigener Erfahrungen in beruflichen Praxisfeldern sowie die Selbstreflexion und sachgerechte Beratung im Kontext individueller Entscheidungen.
Tabelle Arbeitslehre A2: Berufliche Orientierungen und Qualifizierungen
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell A3: Arbeitsrelevante Schlüsselkompetenzen
Im Inhaltsbereich der „Arbeitsrelevanten Schlüsselkompetenzen“ wird in Anlehnung an den Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife der Bundesagentur für Arbeit der systematische Aufbau von Kompetenzen in relevanten, überfachlichen Merkmalsbereichen fokussiert.
Tabelle Arbeitslehre A3: Arbeitsrelevante Schlüsselkompetenzen
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
3.2 Teilbereich B: Haushalts- und Ernährungsbildung
Der Bildungsbeitrag der unterrichtlichen Angebote des fachlichen Teilbereiches Haushalts- und Ernährungsbildung zielt auf den Erwerb von Konsum-, Ernährungs- und Gesundheitskompetenzen als kulturelle Kompetenzen. Lernende sollen reflektiert, selbstbestimmt und verantwortungsvoll ihr Leben gestalten und bewältigen. Sie sollen sich dank gesundheitsförderlicher Ernährung gesunderhalten können, sich aktiv gestaltend und sozial- und eigenverantwortlich als Verbraucher*innen, zukünftige Erwerbstätige und Eigenständige im Hauswirtschaftsleben verhalten können und am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Die im fachlichen Bereich Haushalts- und Ernährungsbildung angestrebte umfassende und übergeordnete Kompetenz ist, dass Kinder und Jugendliche, „physische, personale, soziale, ökonomische und kulturelle Voraussetzungen und Einflussfaktoren für das Haushaltshandeln verstehen, berücksichtigen und nutzen, um das eigene Leben im Rahmen eines persönlichen Ressourcenmanagements bedürfnisgerecht und sozialverantwortlich zu führen und zu gestalten.“ (AG BHTW 2006) Die Stufenmodelle unterstützen die Erschließung des fachlichen Teilbereichs Haushalts- und Ernährungsbildung (vgl. AG BHTW 2006, REVIS 2005, Heindl 2003 und 2005, Bartsch et al. 2013, Methfessel 2005, GDSU 2013, Schlegel-Matties et al. 2022, Lehrpläne einzelner Bundesländer):
Stufenmodell B1: Ernährung, Gesundheit und Identität
Der Inhaltsbereich „Ernährung, Gesundheit und Identität“ befasst sich mit dem Aufbau von Kompetenzen im Kontext ausgewogener Ernährung und gesundheitsförderlichen Verhaltens zur Entwicklung einer gesunden und bewussten Körperidentität.
Tabelle Arbeitslehre B1: Ernährung, Gesundheit und Identität
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell B2: Konsum und Qualität
Im Inhaltsbereich „Konsum und Qualität“ werden Kompetenzen zur Entwicklung von Mündigkeit als Verbraucher*im im Umgang mit alltäglichen Nahrungs- und Lebensmitteln angebahnt. Neben der Einschätzung von Qualität wird gleichermaßen ein nachhaltiges Konsumierendenverhalten fokussiert.
Tabelle Arbeitslehre B2: Konsum und Qualität
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell B3: Nahrungszubereitung und Mahlzeitengestaltung
Der Inhaltsbereich „Nahrungszubereitung und Mahlzeitengestaltung“ strebt im Sinne der Selbstversorgung den Aufbau von Kompetenzen zur Be- und Verarbeitung von Lebensmitteln und zur Zubereitung von Mahlzeiten an. Darüber hinaus werden soziale und kulturelle Funktionen und Gewohnheiten im Zusammenhang mit der Gestaltung von Mahlzeiten zu unterschiedlichen Anlässen beleuchtet.
Tabelle Arbeitslehre B3: Nahrungszubereitung und Mahlzeitengestaltung
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell B4: Haushaltsmanagement und Lebensstil
Der Inhaltsbereich „Haushaltsmanagement und Lebensstil“ fokussiert den Aufbau von Kompetenzen im Kontext von Arbeitssicherheit und Hygiene sowie der Ausgestaltung eines privaten Haushalts im Sinne der Anlage eines selbstbestimmten, verantwortlichen und nachhaltigen Lebensstils.
Tabelle Arbeitslehre B4: Haushaltsmanagement und Lebensstil
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
3.3 Teilbereich C: Ökonomische Bildung
Der Bildungsbeitrag der unterrichtlichen Angebote im fachlichen Teilbereich Ökonomische Bildung zielt auf den Erwerb von Mündigkeit im Hinblick auf die Vertretung eigener Interessen in wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. In ökonomisch geprägten Situationen kann sachkundig geurteilt und im Sinne der demokratischen Grundordnung verantwortungsvoll gehandelt werden. „Da jede*r in ökonomisch geprägten Lebenssituationen handelt, ergibt sich in besonderer Weise die Notwendigkeit ökonomischer Bildung für Alle“ (Bonfig & Penning 2020, 295). In diesem Sinne wird ökonomische Bildung hier als sozioökonomische Bildung verstanden. Es geht nicht um einen Erwerb separater wirtschaftswissenschaftlicher Kompetenzen, sondern um „eine sozialwissenschaftlich informierte und aufgeklärte Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich Wirtschaft in der Gesellschaft“ (Hedtke, 2018, 9). „Ökonomisch geprägte Kompetenzen sind für eine autonome Lebensführung unverzichtbar“ (DeGÖB 2004, 2). Alle sollen sich in ökonomischen Lebenssituationen sicher orientieren, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen angemessen beurteilen und sie verantwortlich im Bewusstsein der Konsequenzen mitgestalten können. In diesem Teilbereich ist die zentrale Kompetenz verortet, dass die Lernenden ökonomische Entscheidungen im Interesse einer befriedigenden Existenzsicherung und Lebensführung begründet treffen und ökonomische Strukturen und Prozesse im Kontext gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen analysieren, beurteilen und mitgestalten (AG BHTW 2006, 9). Die folgenden Stufenmodelle unterstützen die Erschließung dieses fachlichen Teilbereichs:
Stufenmodell C1: Konsumentscheidungen
Im Inhaltsbereich „Konsumentscheidungen“ erwerben die Lernenden Kompetenzen, eigene Konsumentscheidungen bewusst zu treffen. Sie erfahren, dass sie in unterschiedlichen Bezügen die Notwendigkeit von Konsum reflektieren müssen. Sie lernen, dass Konsumentscheidungen auch von außen beeinflussbar sind. Sie können abwägen, welche Mittel sie zur Erfüllung von Konsum einzusetzen haben und übernehmen Verantwortung für deren Einsatz, auch unter Aspekten der Nachhaltigkeit.
Tabelle Arbeitslehre C1: Konsumentscheidungen
Stufenmodell C2: Ökonomische Strukturen, Prozesse und wirtschaftspolitische Entscheidungen
Im Inhaltsbereich „Ökonomische Strukturen, Prozesse und wirtschaftspolitische Entscheidungen“ reflektieren die Lernenden die Nutzung unterschiedlicher Handelsplätze unter individuellen, wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten. Dabei stehen ausgewählte Aspekte der Globalen Entwicklung besonders im Fokus. Sie lernen Produktinformationen zu verstehen und unter verschiedenen Kriterien von Nachhaltigkeit zu beurteilen.
Tabelle Arbeitslehre C2: Ökonomische Strukturen, Prozesse und wirtschaftspolitische Entscheidungen
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell C3: Unternehmerisches Handeln
Der Inhaltsbereich „Unternehmerisches Handeln“ fokussiert unterschiedliche Rollen von Personen in Arbeitszusammenhängen. Die Lernenden lernen Funktionen und Strukturen von Unternehmen zu analysieren, Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen und Möglichkeiten der Mitbestimmung zu erkennen und zu nutzen. Dabei werden auch Bedingungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einbezogen.
Tabelle Arbeitslehre C3: Unternehmerisches Handeln
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
3.4 Teilbereich D: Technische Bildung
Der Bildungsbeitrag der unterrichtlichen Angebote im fachlichen Teilbereich Technische Bildung zielt auf das Erkennen technischer Grundstrukturen und der Bewältigung technisch-praktischer Anforderungen in Alltag und Beruf (vgl. Graube 2005, 42). Die Kinder und Jugendlichen sollen eine durch Technik sich verändernde Welt verantwortlich gestalten und mitgestalten können. Dieses geschieht unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Mensch, Natur, Technik und Gesellschaft (vgl. ebd.; Landwehr et al. 2021; VDI 2021, 4).
Zentral in diesem Teilbereich ist die Kompetenz verortet, dass die Kinder und Jugendlichen sozio-technische Systeme und Prozesse, auch in ihrer Wechselwirkung mit Natur und Gesellschaft, beurteilen, nutzen und gestalten (AG BHTW 2006, 8). Sie sind kompetent, sowohl in von Technik mitbestimmten bekannten als auch neuen Situationen zielorientiert handeln zu können (vgl. VDI 2021, 4). Die folgenden Stufenmodelle unterstützen die Erschließung dieses fachlichen Teilbereichs:
Stufenmodell D1: Technische Konstruktions- und Nutzungsprozesse
Im Inhaltsbereich „Technische Konstruktions- und Nutzungsprozesse“ erkunden die Lernenden unterschiedliche technische Handlungszusammenhänge und lernen diese zu verstehen, zu beeinflussen und bewusst für gezielte Absichten zu planen und herzustellen. Sie reflektieren technische Konstruktions- und Nutzungsprozesse sowohl aus einem technischen Verständnis heraus als auch unter Aspekten von Ökologie und Ökonomie.
Tabelle Arbeitslehre D1: Technische Konstruktions- und Nutzungsprozesse
Stufenmodell D2: Technische Systeme und Prozesse
Im Inhaltsbereich „Technische Systeme und Prozesse“ erwerben die Lernenden Kompetenzen, technische Systeme und Prozesse unterschiedlicher Komplexität zu verstehen und zu erläutern. Sie können diese analysieren und unter technischen, ökonomischen und ökologischen Kriterien reflektieren. Dabei lernen sie auch historische und gegenwärtige Entwicklungen einzubeziehen.
Tabelle Arbeitslehre D2: Technische Systeme und Prozesse
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell D3: Beziehungen zwischen Mensch, Technik, Natur und Gesellschaft
Der Inhaltsbereich „Beziehungen zwischen Mensch, Technik, Natur und Gesellschaft“ fokussiert insbesondere Wechselwirkungen zwischen Technik und gesellschaftlichen, ökonomischen sowie ökologischen Bedingungen. Die Lernenden erwerben Wissen, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu beschreiben, zu analysieren und zu reflektieren.
Tabelle Arbeitslehre D3: Beziehungen zwischen Mensch, Technik, Natur und Gesellschaft
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
3.5 Teilbereich E: Textil- und Modebildung
Der Bildungsbeitrag der unterrichtlichen Angebote im fachlichen Teilbereich Textil- und Modebildung zielt auf den Erwerb von Kompetenzen zum reflektierten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Textilien. Durch die Analyse und Bearbeitung, Verarbeitung sowie Gestaltung textiler Objekte in enger Verbindung zu produktionsbezogenen, konsumtionsbezogenen, ökologischen, ästhetischen und kulturgeschichtlichen Aspekten können sich die Kinder und Jugendlichen zu kritischen Akteur*innen in der textilen Dingwelt entwickeln und kompetent sowie verantwortungsbewusst handeln.
Die Perspektive des fachlichen Teilbereiches Textil- und Modebildung eröffnet Kindern und Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten, textilkulturelle Gepflogenheiten (z. B. bei Festen, bei religiösen Anlässen, im Sport, in Vereinen, in der Mode, im Alltag) bezogen auf das Eigene sowie das Fremde zu reflektieren und somit Verständnis, Toleranz und Offenheit für Vielfalt zu entwickeln. Darüber hinaus fördert die textilpraktische Auseinandersetzung manuelle Fertigkeiten, kreatives Gestaltungspotential und das individuelle Ausdrucksvermögen, um beispielsweise Aktivitäten bezogen auf die individuelle Lebensführung, Freizeit und Beruf selbstständig zu planen, auszuführen und zu reflektieren.
Die im fachlichen Teilbereich Textil- und Modebildung angestrebte umfassende und übergeordnete Kompetenz ist, den zentralen Stellenwert von aktuellen und historischen Textilien im täglichen individuellen und gesellschaftlichen Leben der Menschen zu erkennen und beispielhaft begrifflich sowie textilpraktisch mit zentralen inhaltlichen Bezügen zur Konsumtion, Produktion, Ökologie, Kulturgeschichte und Ästhetik zu erschließen, um textile Fähigkeiten und Fertigkeiten, Einstellungen und Haltungen verantwortungsbewusst in die alltägliche Handlungsfähigkeit zu integrieren.
Die Stufenmodelle unterstützen die Erschließung des fachlichen Teilbereichs Textil- und Modebildung und nehmen textile Kompetenzen im Sinne einer alltagsbezogenen Handlungsfähigkeit auf. In der textildidaktischen Fachliteratur finden sich unterschiedliche Ausrichtungen der textilen Bildung und Entwürfe bzgl. der Lernfelder wieder, die sich auch auf der Ebene der unterschiedlichen Lehrpläne in den Bundesländern spiegeln. Das vorliegende Modell nimmt zentrale textile Themenfelder zur Vermittlung textiler Kompetenzen auf (vgl. Köller 1999, Becker 2005, Rusch 2005, Wiescholek 2019, Lehrpläne einzelner Bundesländer) und strukturiert sich in die folgenden Stufenmodelle:
Stufenmodell E1: Textile Objekte, Kleiden und Wohnen
Im Inhaltsbereich „Textile Objekte, Kleiden und Wohnen“ werden Kompetenzen angebahnt, Alltagstextilien – auch aus anderen Kulturen – hinsichtlich ihrer Funktionen, Beschaffenheiten und Bedeutungen zu begreifen, sie sachgerecht einzuordnen und zu nutzen.
Tabelle Arbeitslehre E1: Textile Objekte, Kleiden und Wohnen
Stufenmodell E2: Herstellung und Gestaltung von Textilien
Der Inhaltsbereich „Herstellung und Gestaltung von Textilien“ fokussiert Produktions- und Gestaltungsprozesse von und mit Textilien unter Einbindung fachlichen Wissens zu textilen Rohstoffen, Basismaterialien sowie Herstellungs- und Gestaltungstechniken.
Tabelle Arbeitslehre E2: Herstellung und Gestaltung von Textilien
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
Stufenmodell E3: Textiler Konsum, Markt und Mode
Im Inhaltsbereich „Textiler Konsum, Markt und Mode“ werden Kompetenzen eines mündigen Umgangs als Verbraucher*in im Kontext des textilen Konsums fokussiert. Strategien der Entwicklung textiler Vorlieben, Einschätzungen zum Textil- und Modemarkt inklusive möglicher Arbeits- und Berufsfelder sowie die eigene Pflege von Textilien stehen hier im Fokus.
Tabelle Arbeitslehre E3: Textiler Konsum, Markt und Mode
Abkürzungen Tabellen: b = basal | e = elementar | p = primär | s = sekundär
4. Führerscheine und Lernpässe für Kinder und Jugendliche
Führerscheine und Lernpässe lassen sich für den Unterricht im Lernfeld Arbeitslehre in vielfältiger Weise entwickeln und systematisch – auch im Sinne der Individualisierung – einsetzen.
Der Erwerb von Führerscheinen beginnt in der Regel mit einem Unterrichtsvorhaben, das im Rahmen einer offenen Lernthekenarbeit oder Stationsarbeit oder aber auch im eher geschlossenen, lehrpersonenzentrierten Unterricht Kompetenzen anbahnt, die abschließend mit einer praktischen Prüfung überprüft werden und mit einer Zertifizierung enden. Die praktische Prüfung verdeutlicht den Lernenden die Relevanz der erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen. Die Zertifizierung durch einen Führerschein belohnt in der Regel mit einem individuell erweiterten Handlungsspielraum für selbstständiges Tun mit verschiedenen Materialien und/oder Medien in der Schule.
Lernpässe dokumentieren den individuellen Leistungsstand sowie erbrachte Leistungen und ggf. Qualifikationen in Bezug auf ein Themenfeld oder Thema. Die Entwicklung der erworbenen Kompetenzen wird aufgezeigt und persönliche Fortschritte werden sichtbar, auf deren Basis Rückmeldungen erfolgen können. Lernpässe können zudem im Sinne eines Portfolios gestaltet sein, um relevante Unterlagen zu einem Thema oder Themenfeld systematisch zu sammeln und zu dokumentieren. Auf der Grundlage von Lernpässen können Entwicklungsziele bestimmt und Maßnahmen zur Zielerreichung vereinbart werden. Insofern dient ein Lernpass als Orientierungshilfe und Dokumentationsinstrument und kann sich mit dem Erwerb eines Führerscheins verbinden.
Für einzelne Themenfelder im Lernfeld Arbeitslehre bietet sich die Arbeit mit Lernpässen und/oder der Erwerb von Führerscheinen besonders an. In den fachlichen Teilbereichen Haushalts- und Ernährungsbildung, Technische Bildung sowie Textil- und Modebildung sind der systematische Erwerb und die Überprüfung von Kompetenzen zum Teil für die selbstständige Nutzung von Fachräumen und Materialien wie Werkzeuge und Maschinen unabdingbar.
Nachfolgend werden exemplarisch für die fünf fachlichen Teilbereiche des Lernfelds Arbeitslehre jeweils ein Lernpass oder Führerschein für die Hand der Kinder und Jugendlichen in Kürze als didaktisches Instrument vorgestellt, abgebildet und kommentiert. Die mit den exemplarischen Instrumenten verbundenen Themen beziehen sich auf zentrale Lerninhalte der einzelnen fachlichen Teilbereiche, lassen sich stellenweise aber auch im Sinne des Lernfelds Arbeitslehre übergreifend verknüpfen, z. B. der Einkaufspass mit den Teilbereichen Haushalts- und Ernährungsbildung und Ökonomie oder der Berufswahlpass als ein übergreifendes Instrument.
Teilbereich A: Berufsorientierende Bildung – Berufswahlpass
Das Instrument Berufswahlpass (https://www.berufswahlpass.de/) ist für ganz Deutschland jeweils im Bundeslandbezug (auch digital als APP und in Leichter Sprache) verfügbar und kann als Lernpass mit Portfoliocharakter eingeordnet werden. Der Berufswahlpass hilft dabei, den individuellen Berufsorientierungsprozess der Lernenden zu strukturieren. Er ist angelegt als ein Lern- und Arbeitsmaterial zur Organisation, Reflexion und Dokumentation des individuellen Berufsorientierungsprozesses und hilft allen Beteiligten (Lernende, Lehrende, Eltern, weitere Beteiligte) bei der Strukturierung und Planung der Berufsorientierungsprozesse ab Klasse 7 bis zur Entlassung aus der Schule.
Der Berufswahlpass hilft
- Lernenden bei der beruflichen Orientierung,
- Eltern, Lehrkräften, der Berufsberatung und Betrieben, Lernende auf ihrem Berufsfindungsweg zu unterstützen,
- bei der Erfassung von Angeboten zur Berufsorientierung,
- bei der Ermittlung persönlicher Stärkenprofile,
- bei der Dokumentation der Wege bis hin zur Berufswahl,
- bei der Zusammenstellung aller notwendigen Unterlagen eine überlegte Berufswahl,
- bei der Lebensplanung. (vgl. ebd.)
Für den Unterricht im Teilbereich der Berufsorientierenden Bildung kann der Berufswahlpass auch in Verbindung zur multiprofessionellen Begleitung zu z. B. Praktika in Arbeits- und Berufsfeldern, die andere Teilbereiche des Lernfelds Arbeitslehre tangieren, eingesetzt werden und der Dokumentation der individuellen Kompetenzen und Erfahrungen dienen. Oberliesen (2011) weist auf Forschungsergebnisse hin, die Fachpraktika nur eingeschränkt wirksam beurteilen, wenn diese ohne pädagogische Begleitungen bzw. ohne Lernortkooperationen zwischen Schule und Betrieb gestaltet werden. Das Führen eines Portfolios, welches die Integration und Reflexion der erworbenen Kompetenzen in den unterschiedlichen fachlichen Bereichen, den Praktika, der Arbeit in Schulwerkstätten und/oder Schülerfirmen ermöglicht, erscheint hier zielführend. Ein solchermaßen angelegtes Portfolio begleitet die Lernenden in ihrer schulischen Bildung, eröffnet berufsorientierende und zukunftsrelevante Zielperspektiven und kann eine Brücke zu lebenslangen Lernprozessen bauen. In diesem Sinne sprechen sich Penning und Wachtel (2019, 593) für ein Portfolio aus, welches im Hinblick auf die individuelle Berufs- und Lebensplanung über mehrere Jahre geführt wird und von verschiedenen Personen eingesehen werden kann. Der individualisiert angelegte Berufswahlpass kann zu solch einem Instrument werden.
Teilbereich B: Haushalts- und Ernährungsbildung – HauswirtschaftsFührerschein
Um die Haushalts- und Alltagskompetenzen der Lernenden in den Schulen verstärkter in den Fokus zu rücken, wurde durch das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Jahr 2019 im Rahmen eines Projekts der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft e. V. (LAG HW) die Entwicklung des sog. HauswirtschaftsFührerscheins (https://www.zehn-niedersachsen.de/thema/330_HauswirtschaftsFuehrerschein) gefördert und mit dem Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) realisiert. (vgl. Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2021).
Das Gesamtpaket enthält einen umfassenden Fahrplan für die Vermittlung von Haushalts- und Alltagskompetenzen, etliche Materialien und Arbeitsvorlagen und -ideen für Lehrpersonen und unterteilt sich in die folgenden Module:
- Lebensmittel: Einkauf und Lagerung
- Auskommen mit dem Einkommen
- Verträge im Haushalt
- Haushaltsmanagement
- Nachhaltigkeit im Haushalt
- Ernährung: bedarfs- und bedürfnisgerecht
- Hygiene im Haushalt
- Prüf- und Gütesiegel
- Wäschepflege
- Wohnungsreinigung
- Hauswirtschaftliche Betreuung
- Hauswirtschaft in Dienstleistungsbetrieben (vgl. ebd.).
Die Arbeit mit dem HauswirtschaftsFührerschein ermöglicht die systematische Anbahnung und Dokumentation elementarer Basiskompetenzen für Alltag und Haushalt. Lernende werden im zunehmend komplexer und digitaler werdenden Alltag unterstützt und theoretisch sowie praktisch an lebensrelevante Themen herangeführt. Zudem können Lernende Möglichkeiten und Chancen hauswirtschaftlicher Arbeits- und Berufsfelder erfassen. Der HauswirtschaftsFührerschein kann als Portfolio fortlaufend den Kompetenzstand dokumentieren, zudem ist ein Vorschlag für ein Teilnahmezertifikat für die Lernenden enthalten.
Teilbereich C: Ökonomische Bildung – Einkaufspass
Der Einkaufspass ist als ein Lernpass angelegt. Die Lernenden besprechen mit den Lehrenden die Start- und Zieldimensionen des Vorhabens und die einzelnen damit verbunden Entwicklungsschritte. Im kumulativen Kompetenzaufbau der Erarbeitung der Inhalte und Kompetenzen des Einkaufspasses können die Lernenden den von links oben nach rechts unten im Sinne einer steigenden Komplexität der Anforderungen angeordneten Entwicklungsschritten folgen.
Mithilfe dieses Lernpasses erhalten die Lernenden eine Übersicht über die notwendigen Meilensteine ihres Lernfortschritts. Zu den einzelnen Meilensteinen kann in der Unterrichtsorganisation entsprechendes Lernmaterial strukturiert vorgehalten werden, so dass auch selbstorganisiertes Lernen und die möglichst selbstständige Gestaltung des Lernprozesses möglich wird.
Lehrpersonen können mithilfe des Lernpasses den Lernprozess der Lernenden passgenau begleiten und sie ggf. bei der Erreichung einzelner Meilensteine unterstützen. Die Selbst- und Fremdreflexion des Lernprozesses erfolgt über begleitende Lernentwicklungsgespräche. Die Lernenden markieren ihre erreichten Teilschritte und erfahren auch darüber die Selbstwirksamkeit ihres Handelns. Lehrende erhalten Hinweise auf ggf. nötige Unterstützung.
Der Einkaufspass steht hier exemplarisch für die Arbeit mit und Entwicklung von Lernpässen für die Hand der Lernenden, wie sie vielfältig (nicht nur) im Lernfeld Arbeitslehre angelegt werden kann.

Grafik 2: Einkaufspass (eigene Darstellung)
Teilbereich D: Technische Bildung – Werkzeugpass
Der Werkzeugpass ist ebenfalls als ein Lernpass angelegt, zum Führerschein könnte ihn die abschließende Zertifizierung der Kompetenzen machen, die die Voraussetzung bilden, um mit Standard-Werkzeugen im schulischen Alltag weitgehend selbstständig umgehen zu dürfen.
Die Lernenden besprechen bei der Arbeit mit dem Werkzeugpass mit den Lehrenden die Start- und Zieldimensionen (auch zeitlich) des Vorhabens und die einzelnen, damit verbunden Entwicklungsschritte. Auch bei diesem Vorhaben steigt die Komplexität der Meilensteine zur Erlangung des Werkzeugpasses von links oben nach rechts unten. Hier kann sich jedoch auch eine Arbeit an verschiedenen Stationen oder eine offene Lerntheke für einzelne Meilensteine anbieten. Einzelne Meilensteine können auch in weitere spezifische Unterrichtsvorhaben (z. B. die ritualisierte Reinigung und Pflege von Werkzeugen) mit eingebunden werden, so dass die Lernenden bei der Erarbeitung auch ihrer eigenen Logik und/oder ihren Interessen folgen können – je nachdem, wie das Angebot unterrichtsorganisatorisch zu bewerkstelligen ist.
Mithilfe des Lernpasses erhalten die Lernenden eine Übersicht über die notwendigen Meilensteine ihres Lernfortschritts und üben sich auch in der Selbsteinschätzung. Die Selbst- und Fremdreflexion des Lernprozesses kann über lernentwicklungsbegleitende Gespräche erfolgen. Lehrpersonen können mithilfe des Lernpasses den Lernprozess der Lernenden passgenau begleiten und sie ggf. bei der Erreichung einzelner Meilensteine unterstützen.
Der Werkzeugpass steht hier exemplarisch für die Arbeit mit und Entwicklung von Lernpässen für die Hand der Lernenden, wie sie vielfältig (nicht nur) im Lernfeld Arbeitslehre angelegt werden können. Es empfiehlt sich, für eine Zertifizierung als Führerschein noch ein eigenes Dokument zu entwickeln, das dann als Werkzeugführerschein gilt, die erworbenen Kompetenzen auflistet, das Prüfungsdatum enthält und von der Lehrperson unterschrieben wird.

Grafik 3: Werkzeugpass (eigene Darstellung)
Teilbereich E: Textil- und Modebildung – Nähmaschinen-Führerschein
Der Nähmaschinen-Führerschein ist im Textilunterricht ein bewährtes Instrument. Es gibt umfangreiche Materialien und Modelle von Nähmaschinen-Führerscheinen (z. B. Neumann 2016), die je nach Lern-/Altersgruppe unterschiedlich angelegt werden, im Kern aber immer darauf abzielen, die Lernenden zu zertifizieren, um die schuleigenen Nähmaschinen weitgehend selbstständig nutzen zu dürfen. Das hier vorliegende Modell ist als ein Lernpass angelegt, der zur Führerscheinprüfung vorbereitet. Die Lernenden besprechen mit den Lehrenden die Start- und Zieldimensionen des Unterrichtsvorhabens und lernen die Materialien für die Erarbeitung der Meilensteine kennen. Die Komplexität der einzelnen Meilensteine zur Erlangung des Nähmaschinen-Führerscheins ist unterschiedlich angelegt. Die Lehrperson kann das Vorhaben – auch mit Blick auf die Notwendigkeit intensiver Begleitung bei der Arbeit an der Nähmaschine – so anlegen, dass die Lerntheke jeweils Materialien zur Bearbeitung verschiedener Meilensteine (einerseits Nähübungen, andererseits z. B. Übungen zu Fachbegriffen) enthält. So haben die Lernenden bei der Erarbeitung auch Wahlmöglichkeiten und zeitliche Flexibilitäten bei der Erarbeitung einzelner Meilensteine.
Die Vorlage enthält für die Lernenden eine Übersicht über die notwendigen Meilensteine ihres Lernfortschritts. Sie können sich zudem in der Selbsteinschätzung ihren Lernprozess reflektieren. Die Fremdeinschätzung des Lernstandes bzgl. eines Meilensteins durch die Lehrpersonen kann durch Lernentwicklungsgespräche erfolgen, so dass die Chance auf eine passgenaue Begleitung des Lernprozesses gegeben ist und auch eine individuelle Beratung bzgl. der Prüfungsreife stattfinden kann. Didaktisch kann zudem die Bildung von Lerngruppen oder Tandems das selbstorganisierte Lernen der Lernenden unterstützen.
Der Nähmaschinen-Führerschein steht hier exemplarisch als ein mögliches Modell. Bei diesem Vorhaben ist eine Zertifizierung mit einem Nähmaschinen-Führerschein, der die erworbenen Kompetenzen und das Prüfungsdatum enthält und von der Lehrperson unterschrieben wird obligatorisch.

Grafik 4: Nähmaschinen-Führerschein (eigene Darstellung)
5. „Fast Fashion – Slow Fashion“– eine exemplarische Unterrichtsvorbereitung zum Lernen am gemeinsamen Gegenstand
5.1 Vorüberlegungen für projektorientierte Unterrichtsvorhaben im Lernfeld Arbeitslehre
Das Lernfeld Arbeitslehre besteht aus den verschiedenen fachlichen Teilbereichen, die jeweils ihre spezifischen Perspektiven in den Aufbau von arbeits-, gesellschafts- und persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen bei den Lernenden einbringen. Insbesondere das Zusammenwirken der fachlichen Teilbereiche ermöglicht den Lernenden einen vertieften, vernetzten und übergreifenden Kompetenzaufbau. So nimmt beispielsweise die Skizze zum Projektunterricht in der Arbeitslehre, entwickelt von der GATWU (o. J.), die geforderte Mehrperspektivität auf, definiert Dimensionen und führt Fragen zur Erschließung eines Projektgegenstandes aus. In Bundesländern, in denen sich das Lernfeld Arbeitslehre in Fächerkombinationen bzw. fächerverbindenden Modulen abbildet, wird die Wichtigkeit von Projektarbeit, die Theorie und Praxis integriert, betont. Für den Unterricht im Lernfeld Arbeitslehre (vgl. z. B. Landesinstitut Berlin/Brandenburg 2015, 10; Penning & Wachtel 2019, 584 f.) als auch für die inklusive Bildung (KMK 2011) wird das handlungsorientierte, ganzheitliche Lernen als zielführend erachtet, um „Kindern und Jugendlichen die notwendigen Erfahrungs- und Zugangsfelder für aktive, zunehmend selbstständige und ergebnisorientierte Entwicklungsprozesse“ (KMK 2011, 9) zu bieten. Ausgehend von der individuellen Lernausgangslage können unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu fachlichen Anforderungen geschaffen und durch eine Verknüpfung mit Entwicklungsbereichen der Erwerb lebenspraktischer, sozialer, kognitiver, sprachlich-kommunikativer und personaler Kompetenzen ermöglicht werden (vgl. KMK 2011, 8; QUA-LiS o. J.a und 2018b).
5.2. Elemente zur Planung und Ausgestaltung projektorientierten Unterrichts im Lernfeld Arbeitslehre
5.2.1 Skizze zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands
Für das Lernfeld Arbeitslehre stehen Unterrichtsvorhaben im Mittelpunkt, die verschiedene fachliche Perspektiven verbinden. Den Lernenden soll mit einer breit angelegten Planung von Lehr- und Lernarrangements, die innerhalb einer heterogenen Lerngruppe vielfältige Aneignungsmöglichkeiten eröffnet, eine mehrperspektivische Erfassung eines Gegenstandes ermöglicht werden (vgl. Eßer & Austermann 2021). Durch diese komplexe Anlage der Unterrichtsvorhaben, die Zugangsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen und Niveaus schafft, wird eine Arbeit am gemeinsamen Gegenstand (Feuser 1989; 2011; 2018) ermöglicht. Mithilfe einer Skizze zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands kann dieser systematisch erfasst und bearbeitet werden. Dabei werden die vielfältigen Perspektiven der Arbeitslehre jeweils themen- und lerngruppenspezifisch gewichtet und können durch weitere fachspezifische Perspektiven ergänzt werden.

Grafik 5: Mehrperspektivische Erfassung eines Gegenstands im Lernfeld Arbeitslehre (eigene Darstellung)
5.2.2 Kartenset zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands
Für die verschiedenen Perspektiven im Lernfeld Arbeitslehre wurden inspiriert durch das „Curriculum für alle“ des Index für Inklusion (Booth & Ainscow 2017, 147 ff.) und die Nachhaltigkeitsziele Agenda 2030 der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (VN 2015) aufschließende Fragen formuliert und als ein unterstützendes Material als Kartensammlung entwickelt. Diese auf die verschiedenen Perspektiven bezogenen Karten können einerseits Lehrenden bei ihren Unterrichtsvorbereitungen dienlich sein, andererseits können diese auch im Unterricht im Lernfeld Arbeitslehre eingesetzt werden, um Lernende anzuregen, Perspektivierungen vorzunehmen und eigene Fragestellungen zu finden. Die aufschließenden Fragen sind jeweils so formuliert, dass sie aus der Perspektive des Lernfelds Arbeitslehre und unabhängig von fachlichen Teilbereichen an jeden gemeinsamen Gegenstand (auch differenziert nach den vielfältigen Perspektiven) gestellt werden können.

Grafik 6: Beispielkarte zum Lernfeld Arbeitslehre – Produktionsperspektive (eigene Darstellung)
Hier gibt es das gesamte Kartenset für das Lernfeld Arbeitslehre zum Download.
5.2.3 Advance Organizer – ein Instrument zur Lernbegleitung
Ein Advance Organizer ist eine visuelle Lern- und Orientierungshilfe, die im Voraus (in advance) Lerninhalte strukturiert (to organize) und mit (Vor-)Wissen und angestrebten und/oder erwarteten Kompetenzen verknüpft. Durch die Verwendung eines Advance Organizers kann die kognitive Verarbeitung verbessert und der individuelle Lernprozess selbstorganisierter und effektiver gestaltet werden (vgl. Ellinger 2017). Es werden zwei Haupttypen von Advance Organizers unterschieden:
Zum einen Advance Organizers zur Einführung in ein neues Thema, um den Lernenden einen Überblick über das Thema zu geben, neue Informationen mit dem zu verbinden, was die Lernenden bereits wissen und die Organisation des Lernstoffs zu veranschaulichen. Zum anderen sind das Advance Organizers als Aufgabenplaner mit einer Transparenz über die Orientierung für eine Aufgabe (z. B. bei der Arbeit mit Komplexen Lernaufgaben (vgl. z. B. QUA-LiS o.J.b)) sowie Organisationshinweisen, z. B. bzgl. einer Abfolge von Schritten zur Erledigung der Aufgabe oder mit einer Liste von Komponenten der Aufgabe im Hinblick auf das Aussehen des Produkts (Lernergebnis) (vgl. Ylvisaker et al. 2006).
Die Struktur des hier vorgestellten Advance Organizer steht exemplarisch für den Einsatz eines Advance Organizer im Lernfeld Arbeitslehre und nimmt Aspekte aus beiden Haupttypen auf. Er ist so angelegt, dass zunächst eine vorbereitete oder ggf. in einem Einstieg gemeinsam erarbeitete zentrale Fragestellung für alle notiert wird.
Daran anknüpfend werden ausgehend von basalen Kenntnissen und Fähigkeiten, curricular gebundene Module geplant, die durch die gemeinsame Fragestellung der Lerngruppe miteinander verbunden sind. Gerahmt sind die Module zum einen durch Formulierungen angestrebter fachlicher und überfachlicher Kompetenzen, die in einem spezifischen Feld (Überschrift „Wir…“) verortet werden. Die Kompetenzbeschreibungen können den Bezugslehrplänen und/oder den ReMi-Stufenmodellen entnommen werden. Nach der ersten Annäherung an das Thema besteht die Möglichkeit, dass die Lernenden eine bis zwei individuelle Fragestellungen auf der Grundlage ihrer eigenen Interessen und Vorlieben formulieren, die sie vertiefend bearbeiten. Die mit dieser Vertiefung individuell angestrebten Kompetenzen werden in einem weiteren Feld (Überschrift „Ich…“) hinterlegt. Diese lassen sich mit individuellen Themen und Interessen der Lernenden, aber auch mit der individuellen Förderplanung verbinden.
Die curricular gebundenen vorgeplanten Module im Advance Organizer enthalten zu verschiedenen Teilthemen des Unterrichtsvorhabens exemplarische Fragestellungen, die jeweils unterschiedliche Perspektiven des Lernfeldes Arbeitslehre in den Fokus nehmen. Im gemeinsamen Planungsprozess können diese von den Lernenden auch ergänzt, differenziert und/oder individualisiert werden und ermöglichen im sich anschließenden Arbeitsprozess eine differenzierte Bearbeitung.
Darüber hinaus enthält das hier vorliegende Modell eines Advance Organizers die Möglichkeit, ein individuell gestaltetes Modul zu ergänzen oder in Bezug auf die vorgegebenen Module eigene Schwerpunkte zu setzen.

Grafik 7: Exemplarischer Advance Organizer für das Lernfeld Arbeitslehre (eigene Darstellung)
5.2.4 Lernlandkarte zum Prompten
Lernlandkarten dienen methodisch der Strukturierung und Visualisierung eines Lerngegenstands und bilden eine Lernhilfe für selbstorganisierte Lernprozesse. Mit einer Lernlandkarte können Lernende individuell ihren Lernweg beschreiten.
Werkzeuge aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI-Tools) werden in Schulen von Lehrkräften wie auch Lernenden genutzt. Die KI-Tools bieten den Lernenden u. a. Möglichkeiten der Lernassistenz, der Recherche und der Aufgabenbearbeitung. Textgenerierende Systeme (CHATBOTS) spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle.
Um CHATBOTS zielgerichtet und reflektiert einsetzen zu können, benötigen die Lernenden Unterstützung. Einem CHATBOT geeignete Informationen zu entlocken, bedarf geschickter Aufforderungen an diesen. Diese müssen so zielgerichtet sein, dass der CHATBOT auf seine einprogrammierten Informationen zugreifen kann.
Die für das Lernfeld Arbeitslehre entwickelte Lernlandkarte zum Prompten kann zur Begleitung eines entsprechenden Lernprozesses eingesetzt werden. Die Lernenden üben die Kommunikation mit einem CHATBOT. Sie trainieren zum einen die Steuerung der Kommunikation durch zielgerichtetes Prompten und zum anderen entwickeln sie ihre Bewertungskompetenz. Erst mit Hilfe der Bewertungskompetenz ist es den Lernenden möglich, die Informationen des CHATBOTs gewinnbringend zu nutzen.
Die Lernlandkarte zum Prompten ist im Format DIN A3 formatiert und kann als Plakat im Klassenraum zur Verfügung gestellt werden. Die vorliegenden Formate (PDF- und Power-Point-Datei) ermöglichen die Anpassung der Lernlandkarte an die Bedürfnisse einzelner Lernender bzw. der Lerngruppe. Der Aufbau der Lernlandkarte ist strukturell folgendermaßen angelegt:
- Im einführenden Kasten sind grundlegende Informationen zentral hinterlegt.
- Der im linken Strang der Abbildung angeordnete Ablauf (orange eingefärbt) beschreibt die grundlegenden Kommunikationsschritte mit dem CHATBOT.
- Dieser Ablauf enthält – als Kreislauf dargestellt – die Schritte „Ich leite unser Gespräch durch zielgerichtetes Prompten.“ und „Ich bewerte die Antworten meines Gesprächspartners und mache einen Faktencheck.“ Dieser Kreislauf wird so lange durchlaufen, bis hinsichtlich der Anfrage an den CHATBOT gewinnbringende Informationen vorliegen.
- Der mittlere Strang der Abbildung (graue Kästen) bietet durch Impulsfragen und Satzanfänge Hilfestellungen zum Kommunikationsablauf. Die Hilfestellungen sind den jeweiligen Schritten im Kommunikationsablauf zugeordnet.
- Im rechten Strang der Abbildung sind weitere graue Kästen angeordnet, die für einzelne Kommunikationsschritte illustrierende Beispiele anbieten.

Grafik 8: Lernlandkarte Prompten (eigene Darstellung)
Weiterführende Hinweise zum Umgang mit CHATBOTS in der Schule finden sich hier:
- Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (ISA) (Bildungsserver Sachsen Anhalt – Künstliche Intelligenz). Sprachmodelle im Schulunterricht: Chancen und Herausforderungen – Handreichung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der schulischen Bildung. Online verfügbar unter: https://www.bildung-lsa.de/files/5c5e6e7a4f362d6ab1bfd03a000ac17d/Sprachmodelle_im_Schulunterricht.pdf [20.03.2026].
- Land Brandenburg, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Handlungsleitfaden zur Nutzung von textgenerierenden KI-Anwendungen an Schulen im Land Brandenburg. Online verfügbar unter: https://mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/140/handlungsleitfaden_zur_nutzung_von_textgenerierenden_ki-systemen.pdf [20.03.2026].
- Bildungsserver Berlin-Brandenburg. V5 Künstliche Intelligenz (KI/AI). Online verfügbar unter: https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/ki, [20.03.2026].
- fobizz|101skills GmbH. Digitalen Unterricht einfach und sicher gestalten. Online verfügbar unter: https://tools.fobizz.com/, [20.03.2026].
5.3 Darstellung einer Unterrichtsvorbereitung zum Thema „Fast Fashion – Slow Fashion“
Die hier vorgestellte Unterrichtsvorbereitung bearbeitet mehrperspektivisch das Thema „Fast Fashion – Slow Fashion“ am Beispiel der zentral für alle aufgeworfenen Fragestellung „Wie kommt das T-Shirt in meinen Schrank?“ Im Sinne der Didaktik textiler Sachkultur (Köller 1999) wird hier zunächst ein materielles Objekt aus der textilen Dingwelt, ein T-Shirt, als Gegenstand in den Mittelpunkt gestellt. Im Verlauf der Bearbeitung der zentralen Fragestellung geht es schwerpunktmäßig um die hinter diesem textilen Objekt stehenden beobachtbaren Erscheinungen und Prozesse, die mithilfe der vielfältigen Perspektiven hervorgebracht werden können.
Dieser „gemeinsame Gegenstand“ ermöglicht es Lernenden mit unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen und regt soziale Interaktion und Kooperation zwischen den Lernenden an.
Im Folgenden werden die vorbereitenden Grobplanungen für das Unterrichtsvorhaben in die Schritte Hinführung, Einführung, Erarbeitungsphase, Arbeitsphasen und Abschluss gegliedert. Die Differenzierung der Unterrichtsvorbereitung in eine konkrete Unterrichtsplanung ist jeweils individuell entsprechend der Lerngruppe auszugestalten. Es ist ratsam, in der konkretisierten Vorbereitung mithilfe der Skizze zur mehrperspektivischen Erfassung eines Gegenstands (siehe 5.1) verbindlich für alle zu bearbeitende Perspektiven festzulegen, die sich im Unterricht dann in den entsprechend von allen zu bearbeitenden Modulen und Aufgaben spiegeln.
Hinführungsphase: Was versteckt sich im Paket?
Ein Paket eines Online-Händlers, der der Lerngruppe bekannt ist, wird gemeinsam geöffnet. Durch die Authentizität dieser Situation kann eine gemeinsame Arbeit der Lerngruppe ihren motivierenden Ausgangspunkt nehmen. Der Inhalt – ein T-Shirt – präsentiert sich den Lernenden. Die Einstiegsaufgabe für die Lerngruppe lautet, das T-Shirt als Gegenstand zu erkunden (z. B. Rohstoffe, Materialeigenschaften, Herstellungsland, Herstellerfirma, Pflegehinweise) und Fragen an den Gegenstand alleine/zu zweit/ in der Kleingruppe zu sammeln, die im Plenum als Fragen der Lerngruppe an den Gegenstand zusammengefügt werden.
Einführungsphase: Gemeinsame Fragestellung und Advance Organizer
Das T-Shirt hängt als zentraler Gegenstand für alle gut sichtbar im Lernraum. Mithilfe des für alle einsehbaren und vorbereiteten Advance Organizers, der als transparente Strukturhilfe durch das Unterrichtsvorhaben leitet, wird das gemeinsame Unterrichtsvorhaben unter die Leitfrage „Wie kommt das T-Shirt in meinen Schrank?“ gestellt. Weiterhin wird das Unterrichtsvorhaben in seiner inhaltlichen und strukturellen Anlage mit dem Advance Organizer präsentiert. Im Sinne von Pflicht- und Wahlmodulen und durch die Differenzierung in gemeinsame und eigene Fragestellungen und Kompetenzen werden die Erfordernisse und Möglichkeiten der gemeinsamen und individuellen Bearbeitung des Themas innerhalb der einzelnen Module sichtbar. Den Lernenden wird deutlich, in welcher Weise für sie Raum für das Bearbeiten der eigenen Themen und Interessen gegeben ist. Ein gemeinsamer Advance Organizer, ggf. ergänzt durch aus den Unterrichtsgesprächen erwachsenen Aspekten, wird abschließend als Plakat für alle im Lernraum positioniert.
In der darauffolgenden Erarbeitungsphase gestalten die Lernenden einen personalisierten Advance Organizer. Für diesen Arbeitsschritt können die Lernenden auch einen CHATBOT nutzen. Sie können …
- den CHATBOT um mögliche Fragen bitten,
- dem CHATBOT eigene Fragen zur Verfügung stellen, z. B. Fragen aus dem Advance Organizer und diese bewerten lassen,
- dem CHATBOT eine Frage stellen und um die Generierung darauf aufbauender Fragen bitten.
Insbesondere durch die zuletzt aufgeführte Möglichkeit ergeben sich Fragen mit unterschiedlicher Komplexität. Diese können z. B. für eine Gruppenarbeit unterschiedliche Differenzierungsmöglichkeiten bieten. Unterstützend sollte hier die Lernlandkarte zum Prompten als DIN A3-Plakat in der Klasse eingesetzt werden.
Erarbeitungsphase: Individualisierung des Unterrichtsvorhabens
Die Lernenden reflektieren (allein/zu zweit/ in einer Kleingruppe und ggf. mit Unterstützung) den Gegenstand, die Fragestellungen und die Thematiken der Module des Unterrichtsvorhabens. Sie entwickeln auf der Basis ihrer gesammelten Fragen bei der Einführung, dem aktuellen Kenntnisstand nach der gemeinsamen Transparenz über das Unterrichtsvorhaben und mit dem Angebot der Nutzung der für das Lernfeld Arbeitslehre gestalteten Kartensammlung, inklusive der dort enthaltenden Hinweise zur Nutzung eines CHATBOTs (siehe Kap. 5.2.2) ein bis zwei individuell bedeutsame Fragestellungen und notieren diese in ihrem individuellen Advance Organizer (Arbeitsvorlage in der Größe DinA3). Damit beginnt eine Personalisierung des Advance Organizers. Lernende können individuelle Schwerpunktsetzungen innerhalb der Module vornehmen, eine eigene, ergänzende Fragestellung fokussieren, ein selbstdefiniertes weiteres Modul entwerfen und bearbeiten und die mit den individuellen Themen und Interessen verbundenen angestrebten Kompetenzen formulieren.
Anschließend werden gemeinsam mit der Lehrkraft die Bewertungskriterien der vorgesehenen Präsentation und die Entwicklung eines Portfolios geklärt, so dass diese als formale und orientierende Elemente hinzugezogen werden können.
Diese Form der Planung und der sich daran anknüpfenden Bearbeitung schafft Möglichkeiten,
- an Vorwissen anzuknüpfen und Möglichkeiten zu schaffen, Kompetenzen kumulativ auszubauen,
- kooperatives Arbeiten zu fördern,
- selbstständiges Lernen auszubauen,
- individuelle Lernwege auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus und vielfältige Darstellungsmöglichkeiten zu unterstützen (vgl. QUA-LiS NRW o.J.).
Arbeitsphase: Bearbeitung und Dokumentation der Module
Differenzierte Aufgabenstellungen, ein entsprechender Materialeinsatz und eine entsprechend vorbereitete Lernumgebung inklusive der Strukturvorlagen für das Portfolio ermöglichen den Lernenden ein Arbeiten an den Modulen. Dabei unterstützt eine durch die Lehrkraft vorbereitete Lernumgebung im Sinne eines classroom managements, die sowohl curriculares als auch emotionales und soziales Lernen ermöglicht (vgl. Evertson u. Weinstein 2006, 47). Durch Gestaltungsimpulse u. a. anhand der elf Dimensionen des Classroom Managements nach Evertson (2006; 2012) trägt die Lernumgebung zur Förderung kooperativen Arbeitens bei. Das Ziel ist ein gemeinsam gestalteter Rahmen, der Lernenden (individuell) strukturierte Lernumgebungen schafft, die ihnen bestmögliche Lern- und Entwicklungschancen bieten (vgl. QUA-LiS NRW, 2018a). Ergänzt durch die hier adaptierten Komponenten der Reihenplanung nach Greiten (vgl. 2024, 56f.) kann die Lernumgebung passgenau zu den Lern- und Entwicklungsbedürfnissen der Lerngruppe gestaltet werden. Die Komponentengruppen der Reihenplanung unterstützen die Ausgestaltung des Rahmens, der durch das Classroom Management ermöglicht wird. Folgende Komponentengruppen stehen zur Verfügung und kommen differenziert zum Einsatz:
- Basiskomponenten: u. a. Diagnostik, Binnendifferenzierung (z. B. nach Vertiefungen nach Interesse, Einbindung der Förderplanung), Evaluation
- Komponenten Sozialformen: u. a. Plenum, Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Einzelarbeit, Individualförderung, Lerngruppenförderung
- Komponenten Strukturierung und Organisationsformen: u. a. Stationsbetrieb, Lerntheke, Freiarbeit, Lernaufgabe, ReMi-Konzepte, Medien und Material (z. B. die Kartensammlung aus Kap 5.2.2), der Advance Organizer, die Lernlandkarte zum Prompten, das begleitende Portfolio).
Abschluss- und Sicherungsphase: Präsentation der Ergebnisse
Abschließend zum Unterrichtsvorhaben werden mit Rückbezug auf die individuellen ein oder zwei zentralen Fragestellungen die entwickelten Produkte präsentiert. Zum vorliegenden Unterrichtsvorhaben könnten Produkte wie z. B. ein Lernplakat, ein Flyer, ein Erklärvideo, eine Power-Point-Präsentation, ein Rollenspiel, eine textile Installation entstanden sein. Begleitet wird die Präsentation durch einen kriterienorientierten und präsentationsbezogenen Selbsteinschätzungs- bzw. Fremdeinschätzungsbogen.
Darüber hinaus fließt die Portfoliomappe mit dem individualisierten Advance Organizer und der Sammlung aller Arbeitsergebnisse zu den einzelnen Modulen in die Endbewertung mit ein.
5.4 Weiterführendes Material
Über die folgende Linksammlung findet sich für die differenzierte Unterrichtsplanung eine Sammlung verschiedener weiterer Anregungen und Materialien zur konkretisierten Unterrichtsplanung. Diese lässt sich je nach inhaltlicher Perspektivierung und Fokussierung und konkreter didaktisch-methodischer Ausgestaltung der Unterrichtseinheit zum vorgesehenen Thema einsetzen.
- Browser-Plug-in „aVOID“ – Shopping ohne Kinderarbeit – kostenloses Unterrichtsmaterial online bei Elixier – ELIXIER (bildungsserver.de) [20.03.2026].
- „Fast Fashion oder Secondhand?“ – ein Lernpfad und Hintergrundtexte als kostenfreie Unterrichtsanregungen und -materialien: https://www.umwelt-im-unterricht.de/lernpfad/fast-fashion-secondhand-dein-style-deine-entscheidung/ [09.04.2026]
- Die Reise unserer Konsumgüter – Unterrichtsmodul von Eduskills+ – kostenloses Unterrichtsmaterial online bei Elixier – ELIXIER (bildungsserver.de) [20.03.2026].
- Suche ǀ Umwelt im Unterricht: Materialien und Service für Lehrkräfte – BMUV-Bildungsservice ǀ Umwelt im Unterricht (umwelt-im-unterricht.de) [20.03.2026].
6. Entwürfe für die Arbeit an Themen und Interessen der Kinder und Jugendlichen
Lehrpersonen haben die permanente Aufgabe der individuellen Förderung aller Lernenden (vgl. Schulgesetze der Länder). Dazu gehören die Ermittlung der individuellen Lernausgangslage, die Schaffung eines Lernangebots mit individueller Passung sowie die gemeinsame Reflexion und Weiterführung der individuellen Lernfortschritte. In den Schulgesetzen wird zum Teil darüber hinaus auch die Förderung der Lernfreude der Lernenden als Aufgabe formuliert. So heißt es beispielsweise im Schulgesetz Nordrhein-Westfalens: „Der Unterricht soll die Lernfreude der Schülerinnen und Schüler erhalten und weiter fördern. Er soll die Schülerinnen und Schüler anregen und befähigen, Strategien und Methoden für ein lebenslanges nachhaltiges Lernen zu entwickeln.“ (SchulG NRW §2(9)). Lernfreude als positive Emotion, die Lernende beim Lernen erleben, ist eng mit der Motivation, dem Engagement und dem allgemeinen Wohlbefinden im schulischen Kontext verbunden. Sie kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, darunter das schulische Selbstkonzept, die Unterrichtsgestaltung und die Einbeziehung von Interessen der Lernenden (vgl. Lohbeck et al. 2016). So erscheint es kontinuierlich notwendig, die Interessen der Lernenden im Unterricht zu berücksichtigen. Themen und Interessen von Lernenden können sehr unterschiedlich gelagert sein. Während manche Lernende ein fachliches Interesse in den Vordergrund stellen, kann es sein, dass es für andere Lernende eine besonders große Rolle spielt, dass sie eine Aufgabe gemeinsam mit anderen mit geteilter Verantwortung bearbeiten können, oder ggf. auch bevorzugt in Einzelarbeit lernen. Manche Lernende wünschen sich eine große Auswahl an möglichen zu bearbeitenden Aufgaben und wählen z. B. gerne nach Absprache selbst entwickelte Aufgaben, während andere eine große Auswahl an Aufgaben eher überfordert. Auch die Vorlieben an Zugangsweisen bei der Bearbeitung von Aufgaben differieren innerhalb von Lerngruppen. Einzelne Lernende bevorzugen ggf. einen eher sprachlich-linguistischen Zugang und wählen am liebsten Aufgaben, die sich mit Lesen, Schreiben oder Sprechen verbinden, andere haben ihre Stärken im logischen Denken und präferieren Rätselaufgaben oder logische Herausforderungen und weitere Lernende bevorzugen ggf. einen musikalisch-rhythmischen Zugang. Eine bekannte Theorie in diesem Kontext ist die – empirisch nicht bestätigte, pädagogisch durchaus nützliche – Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner (z. B. 2003), der in der Grundform acht Intelligenzen differenziert. Diese Grundformen können, auch wenn sie nicht immer trennscharf erscheinen, als eine Planungsskizze für die Entwicklung von Aufgabentableaus dienen, die im Unterricht vielfältige Zugänge ermöglichen:
| Intelligenz– schwerpunkt nach Gardner | Mögliche Aktivitäten und Aufgaben im Unterricht |
| Sprachlich-linguistische Intelligenz | – Lese- und Schreibaufgaben – Diskussionen oder Debatten – Geschichten erzählen … |
| Logisch-mathematische Intelligenz | – Problemlösungsaufgaben – Experimente – mathematische Spiele und Rätsel – logische Herausforderungen … |
| Musikalisch-rhythmische Intelligenz | – Musizieren – Rhythmen klatschen – Lieder zu einem Thema komponieren … |
| Bildlich-räumliche Intelligenz | – Zeichnen, z. B. Mindmaps, Diagramme – Modelle bauen – visuelle Hilfsmittel nutzen – Ideen visuell darstellen … |
| Körperlich-kinästhetische Intelligenz | – Rollenspiele – Bewegungsspiele oder Arbeit an Lernstation verbunden mit Bewegung – handwerkliche Tätigkeiten … |
| Interpersonale Intelligenz | – Gruppenarbeiten – Diskussionen – soziale Projekte – (Planung) gemeinsame(r) Aktivitäten … |
| Intrapersonale Intelligenz | – Individuelle Reflexion, ggf. auch in der Imagination in andere Rollen – Tagebucheinträge, ggf. auch in der Imagination in andere, Beispiel: „Eine Arbeiterin in einer Textilfabrik verfasst einen Tagebucheintrag.“ – Selbstbewertung – Setzen persönlicher Ziele … |
| Naturalistische Intelligenz | – Naturbeobachtungen und -exkursionen – Experimente im Freien – Umweltprojekte … |
Im Unterricht des Lernfeldes Arbeitslehre mit einem breiten fachlichen Spektrum finden sich vielfältige inhaltliche wie auch strukturelle Möglichkeiten, Themen und Interessen der Lernenden systematisch in den unterrichtlichen Alltag einzubinden. Mit Blick auf die Zielstellungen des Lernfeldes Arbeitslehre, die neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen die Herausbildung individueller Stärken, Neigungen und Interessen und die Persönlichkeitsbildung im Hinblick auf die weit gefasste Arbeit- und Berufsorientierung fokussieren, bietet sich hier eine entsprechende Vernetzung an. Die exemplarische Unterrichtsvorbereitung zum Thema „Fast Fashion – Slow Fashion“ illustriert bereits verschiedene Möglichkeiten der Einbindung von Perspektiven, Interessen und Themen der Lernenden. An dieser Stelle erfolgt eine strukturierte Zusammenstellung verschiedener didaktischer Ideen, wie Themen und Interessen der Lernenden in die Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung eingebunden werden können, damit werden für alle drei Phasen Maßnahmen vorgeschlagen, die jeweils in die Dreischrittigkeit zur Ermittlung der Lernausgangslage, Schaffung eines passenden Lernangebots und Reflexion des Lernfortschritts gegliedert werden. Dies ermöglicht einen systematischen Zugriff auf die im zeitlichen Planungs- und Durchführungsverlauf miteinander verbundenen und ineinandergreifende Maßnahmen. Diese allgemein angelegte Sammlung kann auch für andere Unterrichtsfächer genutzt werden. Beispielhafte Fokussierungen zum Lernfeld Arbeitslehre finden sich ausführlicher im exemplarischen Entwurf für die Arbeit am gemeinsamen Gegenstand (Kap. 5).
7. Kommentierter Überblick über weitere Stufenmodelle
8. Literaturverzeichnis
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